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Wichtig! Von Genetik wussten sowohl Lamarck als auch Darwin noch nichts. Theorien stützen sich auf Beobachtungen. Begriffe wie Mutation oder Rekombination sind hier fehl am Platz.

Charles Darwin’s Evolutionstheorie

Entweder passt die Giraffe zum Baum oder sie stirbt.

Evolutionstheorie nach Darwin im Bild

Darwin lebte von 1809 bis 1880. Seine Evolutionstheorie besagt, dass Arten und Individuen eine gemeinsame Abstammung haben. Es handele sich um einen Kampf ums Dasein – struggle for life – und ein Überleben des Überlebensfähigsten – survival of the fittest. Es gibt knappe Ressourcen und die Lebewesen kämpfen um diese, nur die Stärksten und Besten überleben und können ihre Nachkommen in die Welt setzen. Die Individuen passen sich dann Generation für Generation an die Umweltbedingungen an und hatten somit mehr Nachkommen, die sich ebenfalls an die Umwelt anpassen konnten. Die natürliche Selektion (natural selection) sortiert Lebewesen mit zu wenig Fitness aus, sie sterben dadurch, dass sie nicht mehr an ihre Ressourcen wie Nahrung, Wasser oder Fortpflanzungspartner kommen, aus. Die Aussterbenden Individuen können ihre Gene nicht in den Genpool der nächsten Generation einbringen. Bei der Evolutionstheorie von Darwin handelt es sich um ein theoretisches Vererben der Merkmale und um eine passive Anpassung durch Veränderung der Umweltbedingungen als Triebkraft der Evolution.


Evolutionstheorie Lamarck

Die Giraffe wächst mit dem Baum mit.

Lamarck Evolutionstheorie VisualisierungNach Lamarck führen veränderte Umweltbedingungen zu veränderten Bedürfnissen der Individuen. Die Lebewesen trainieren somit Organe oder verändern andere Tätigkeiten. Durch dieses Training erfolgt eine allmähliche Anpassung an die Umwelt und an natürliche Bedingungen des Lebens. Der – nach Lamarck – innere Drang zur Vervollkommnung und Höherentwicklung sorgt dafür, dass aus einfachen Formen komplexere Formen werden. Aus einfachen Lebewesen werden solche mit komplexem Körperbau. Die Evolutionstheorie von Lamarck beinhaltet keine gemeinsame Abstammung der Arten. Er sagt veränderte Umweltbedingungen führen zu verändertem Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen: häufig genutzte werden gestärkt, wenig gebrauchte Organe verkümmern bzw. bilden sich zurück.

Vergleich der Evolutionstheorien Lamarck und Darwin

Die Evolutionstheorien Lamarck und Darwin lassen sich in einige Schritte einteilen und somit auch vergleichen. Während Lamarck sagt, die Umwelt verändere sich, behauptet Darwin, es gebe eine Überproduktion von Nachkommen und eine Population produziere mehr Nachkommen, als im Lebensraum überleben kann. Während nach Lamarck Individuen ein inneres Bedürfnis und Angewohnheiten bekommen, beginnt nach Darwin bereits der Kampf ums Dasein und Überleben um die knappen Ressourcen (struggle for life). Nach Lamarck führt das Angewöhnen und Bedürfnisse haben zu einem Gebrauch oder Nichtgebrauch der Organe, diese verkümmern oder vervollkommnen sich. Nach Darwin unterscheiden sich die Individuen von vorne rein einfach so in ihrer Merkmalsprägung durch die erblich bedingten Variationen und Unterschiede, dass sie entweder gut angepasst sind oder auch nicht. Nach Lamarck werden die neu erworbenen Eigenschaften vererbt und weitergegeben, nach Darwin kommt es durch die natürliche Selektion (natural selection) zu einem Verändern der Arten nach einer Zeit. 

Was interessant ist, ist, dass die beiden Evolutionstheorien vom Individuum ausgehen und die Kraft des dauernden Gebrauchs oder die Kraft der natürlichen Selektion als von außen wirkende Kraft beschrieben werden. Die Modifikation, die Lamarck anspricht, ist ähnlich wie die erblich bedingte Variation, die Darwin in Betracht zieht, doch ist Modifikation nicht vererbbar!  


Die Synthetische Evolutionstheorie zusammengefasst

Die Rekombination (Neukombination) der Gene hat eine wichtige Bedeutung für die genetische Variabilität der Individuen einer Population. Nach der synthetischen Evolutionstheorie finden evolutive Veränderungen auf der ebene der Population und nicht des Individuums (wie Lamarck und Darwin es dachten) statt. Individuen mit unterschiedlichen erblichen Merkmalsausprägungen haben unter dem Einfluss natürlicher Selektion unterschiedlichen Fortpflanzungserfolg und im Laufe der Zeit treten solche angepasste Individuen mit vorteilhaften erblichen Merkmalen häufiger in einer Population auf. Evolutive Veränderungen beruhen auf Veränderungen der Genfrequenzen im Genpool der Populationen. Der synthetischen Evolutionstheorie zur Folge sind Evolutionsfaktoren Prozesse, die die Genfrequenz im Genpool einer Population verändern oder die zur Neukombination von Genen führen. Evolutionsfaktoren sind die Ursache für alle evolutiven Veränderungen!

Die synthetische Theorie der Evolution und Darwin

im Konzept von Darwin fehlt das Verständnis der Vererbung. Das Buch „Evolution, the modern Synthesis“ von Huxley gab der synthetischen Theorie der Evolution ihren Namen. Sie vereint in einer Synthese Darwins Evolutionstheorie mit neuen Erkenntnissen. Laut der synthetischen Evolutionstheorie wirken Evolutionsfaktoren auf eine Population ein. Hierbei handelt es sich um Mutation, Rekombination, Selektion, Separation, Isolation und Gendrift. 

Die synthetische Evolutionstheorie sieht die Population (und nicht wie bei Darwin die Art oder das Individuum) und deren genetische Struktur im Zentrum und erklärt Evolution als Wandel von Genfrequenzen. Der Genpool ist also bekannt. Es handelt sich um Genetik und Vererbung, wovon Darwin keine Ahnung hatte. Allerdings ist die synthetische Evolutionstheorie kein abgeschlossenes Konzept:

Gradualismus oder Punktualismus?

Gradualismus ist die Abbildung durch gleichmäßige (graduelle) Veränderungen der Populationen. Punktualismus geht davon aus, dass Zeiten des evolutiven Stillstands punktuell von Zeiten des Artenwandels unterbrochen werden und so in der Regression, also im Durchschnitt gesehen, der Artenwandel und die Evolution vonstatten geht.

Die synthetische Evolutionstheorie: Mikro- oder Makroevolution?

Synthetische Evolutionstheorie


Mikroevolution ist eine intraspezifische Evolution, die relativ kurze Zeit benötigt und eine Veränderung des Genpools beinhaltet und verursacht. Makroevolution ist die ununterbrochene Fortsetzung der Mikroevolution bei systematischen Großgruppen. Diese Großgruppen seien durch viele kleine Evolution entstanden. Das nennt man dann additive Typogenese.

Zufall oder Notwendigkeit?

Mutation, Gendrift und Rekombination geschehen zufällig. Das ist wirklich unumstritten. Welches Gewicht diesen Vorgängen aber zukommt, das bleibt in der synthetischen Evolutionstheorie offen und kann man eigentlich auch gar nicht so genau erläutern oder erforschen. Vieles geschieht tatsächlich durch Zufall und ist nicht berechenbar.

Systemtheorie oder Neutralitätstheorie?

Nach der Systemtheorie stehen zwei Strukturen und Funktionen der Lebewesen so in Wechselwirkungen, dass Selektionskräfte auf Lebewesen nicht nur von außen, sondern von innen auch wirken. Genmutationen wären demnach fast zwangsläufig selektionswirksam. Nach der Neutralitätstheorie können sich dagegen molekulare Veränderungen selektionsneutral ansammeln und unterliegen dann vor allem dem Gendrift.




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