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Epochen im Deutschunterricht der Oberstufe

Epochen sind im Grunde genommen literarische Zeitabschnitte, die immer im Ganzen betrachtet werden müssen. Mit im Ganzen meine ich hier, das man die Politik, die Gesellschaft, die soziale Situation und die Kultur zum damaligen Zeitpunkt nicht aus dem Auge verlieren darf, da Literatur immer ein Spiegelbild der jeweilgen Zeit ist.

Das Mittelalter, die Epoche von 500 bis 1500

Die erste literarische Epoche, die wir in Deutschland verzeichnen können, nennt sich Mittelalter und wird in drei große Abschnitte unterteilt: Frühmittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter . Die gesamte Epoche Mittelalter kann man von ca. 500 bis 1500 datieren, allerdings zeige ich euch hier die drei großen Abschnitte, um die Zeit des Mittelalters besser verstehen zu können.

Die erste Playliste beschäftigt sich mit der  Epoche des Frühmittelalters:

  • Die Germanen
  • Althochdeutsche Literatur
  • Frühmittelhochdeutsche Literatur und Literatur am Hofe
  • Literarische Formen, Verfasser und Werke

Die Epoche Hochmittelalter war zum einen geprägt von der göttlichen Weltanschauung, aber auch von großem Wandel in allen Bereichen, was zu ersten Konfrontationen zwischen geistlicher und weltlicher Herrschaft führte. Lesen und Schreiben war nicht mehr nur dem Klerus vorbehalten und somit konnte sich die Dichtung zum ersten Mal an eine adlige Leserschaft richten.

Für die Literatur hatte das zur Folge, dass der Minnesang seinen Hochpunkt erreichte, da das Rittertum im Hochmittelalter eine bedeutende und große Rolle spielte. Mehr dazu könnt ihr euch in den Videos ansehen :) Viel Spaß!

  • Dichtung
  • Rittertum
  • Literarische Formen
  • Verfasser und bekannte Werke des Hochmittelalters

Im Spätmittelalter, der Epoche, die den Ausgang des Mittelalters bedeutete, erlebten die Menschen einen Boom im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich, was definitiv auf die Macht des Fürstentums zurückzuführen war. Die Städte mauserten sich (neben den Höfen) zu neuen Bildungszentren, deren Entwicklung jedoch mit der Pestepidemie in 1350 einen brutalen Einschnitt erlebte.

  • Literarische Formen im Spätmittelalter

Epoche: Renaissance und Humansimus (1500-1600)

In dieser Epoche lag der Fokus verstärkt auf zwei Begriffen: Menschlichkeit (Humanismus) undWiedergeburt (Renaissance). In dieser Zeit besannen sich die Menschen wieder zurück auf die Antike und auf dessen Ideale, was u.a. auch an dem stetigen Wandel in der Gesellschaft gelegen haben könnte, der sich zu der Zeit in Deutschland vollzogen hat... aber seht selbst.

Epoche: Barock (1600-1720)

Der Name Barock wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts für die Bezeichnung der Epoche genutzt, da es vorher eher gebraucht wurde, um Dinge negativ zu beschreiben. Nichtsdestotrotz ist die barocke Zeit von Gegensätzen geprägt (Antithetik). Die Menschen fühlten sich zerissen und vergänglich - eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.

  • Die Dichtung im Barock
  • Barocke Lyrik
  • Das Theater
  • Die Prosa im Barock
  • Typische literarische Formen:

Deutsch Epoche DDR

Erstes Video in der Playliste zur Literatur Epoche DDR

Die Epoche der Literatur der DDR lässt sich im Zeitraum von 1950 und 1990 ansiedeln. Sie begann, als der Schock der Nachkriegszeit allmählich nachließ und die Menschen sich in ihrer neuen Welt immer mehr zurecht fanden. Du musst wissen, dass die Deutsche Demokratische Republik (DDR) aus der sowjetischen Besatzungszone als Teil des damals gespaltenen Deutschlands hervorging. Sowohl die BRD als auch die DDR wurden 1949 gegründet. Die Unzufriedenheit der Deutschen schlug sich im Jahre 1961 in einer Massenabwanderung der Bevölkerung nieder: rund 3 Millionen Menschen verließen die DDR, um sich in Westdeutschland und in anderen Ländern niederzulassen. Um dieser Auswanderungswelle entgegen zu wirken, wurde noch im selben Jahr die Berliner Mauer gebaut, um die Menschen regelrecht in Ostdeutsch-land einzuschließen. Mitte der 80er Jahre kam es in der DDR zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die dazu geführt haben, dass 1989 eine Massenflucht statt fand. Mit dieser Flucht gingen Demonstrationen einher. Aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten (und sicher auch wegen der durch die Mauer bedingte Ein-schränkung der Freiheit der Ostdeutschen, die doch laut Grundgesetz ihren Aufenthaltsort frei wählen müssen dürfen!) war die Bevölkerung zurecht frustriert. 

Der Kampf der ostdeutschen Bevölkerung um ihr Grundrecht der Freiheit brachte 1989 einen sagenhaften Erfolg mit sich: die Mauer wurde geöffnet! Am 3. Oktober 1990 wurde die Einheit zwischen Ost- und West-deutschland besiegelt. Auch heute ist der 3. Oktober eines jeden Jahres ein Nationalfeiertag.

Am Anfang der DDR-Zeit vereinte die Aversion gegen faschistoide Ideologien die Autoren, weswegen die DDR-Literatur von einer Abwendung gegen den Faschismus, also vom Antifaschismus, geprägt war. Die Autoren bekannten sich zum Sozialismus, der in der sowjetischen Besatzungszone freilich sehr vorherr-schend war und dessen Ziel es war, den Faschismus vollständig aufzulösen. Die Literatur sollte zum Aufbau eines sozialistischen Weltbildes bei den Individuen der Bevölkerung der DDR beitragen. Sie sollte die Menschen regelrecht erziehen und sie von der Notwendigkeit eines sozialistischen Welt- und Menschenbildes erziehen. Die Kehrseite der Medaille war aber, dass die Menschen unfrei waren und keine eigenständige Produktion von Texten vornehmen konnte – diese wurden im Gegenteil einer Zensur unter-zogen. Es wurde ganz klar vom DDR-Staat vorgegeben, was geschrieben werden sollte. Insofern kann man sagen, dass die DDR-Autoren dem Auftrag des Staates nachkamen, der ihnen passgenau die Inhalte vorgab, die in ihrer Literatur abgehandelt werden sollten.

Video: DDR 2 – Sozialistischer Realismus und Bitterfelder Weg

Die Strömung des sozialistischen Realismus gab es bereits in der Sowjetunion der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie war für alle damaligen Kunstformen verbindlich – sowohl in der Sowjetunion als auch in der DDR. Im sozialistischen Realismus gab es einen positiven Helden, der in der Handlung im Mittelpunkt steht und der ein Vorbild für eine sozialistische Idealgesellschaft darstellt. 

Der Bitterfelder Weg stellte eine neue Programmatik dar, die in der Kulturpolitik und in der Literaturproduk-tion vorherrschend sein sollte, und zwar sowohl hinsichtlich ihrer ästhetischen als auch ihrer thematischen Vorgaben. Unter der Ästhetik eines Textes versteht man seine sprachliche und stilistische Ausgestaltung – der Text wird quasi als „Kunstwerk“ verstanden. Es sollte keine Trennung zwischen Künstler und Volk geben – und ebenso wenig eine Trennung zwischen Kunst und Gesellschaft, denn alle sollten - getreu der kommunistischen Ideologie des Sozialismus – gleich sein.

Video: DDR 3 – Ankunftsliteratur

Nach dem Bau der Mauer im Jahre 1961 veränderte sich natürlich auch die Art und Weise der Literatur-produktion in der DDR, da sich die Lebensbedingungen der DDR-Bevölkerung veränderte, die nun ja nicht mehr aus der Demokratischen Republik ausreisen durften. Die Literatur in der Zeit von 1961 bis 1971 nennt man auch Ankunftsliteratur, denn die Schriftsteller sind nun quasi ganz im Sozialismus angekommen.

Der Protagonist der Ankunftsliteratur ist stets ein junger Held, der mit den sozialistischen Lebensverhältnis-sen in Konflikt kommt, sich dann aber doch recht bald wieder dem Sozialismus zuwendet und sich zu ihm bekennt: er kommt gewissermaßen nach einem kurzen Konflikt wieder im Sozialismus an. Es handelt sich um Entwicklungsromane, denn der junge Held entwickelt sich ja zur Ideologie des Sozialismus hin. Zugleich sind es auch Bildungsromane, denn die Leser sollten ja – im Auftrage des Staates – zum Sozialis-mus erzogen werden und. In ihnen wurden Konflikte zwischen Individuum und Gesellschaft thematisiert. 

Eine bekannte und sehr einflussreiche Schriftstellerin dieser Zeit ist die im Jahre 2011 verstorbene Christa Wolf. Im Jahre 1963 schrieb sie „Der geteilte Himmel“. Dieser Titel spricht Bände – natürlich ist er ein Sinn-bild für das durch den Mauerbau geteilte Deutschland. Es folgte „Nachdenken über Christa T.“, ein Roman, der 1967 erschien und der ebenfalls große Aufmerksamkeit erregte.

Video 4: Kritik am Sozialismus

Zwischen 1971 und 1990 mehrten sich unter den Autoren die kritischen Stimmen gegen den Sozialismus, der mit einem Machtwechsel in der Politik im Jahre 1971 zusammen hing: Walter Ulbricht, der General-sekretär der DDR, gibt sein Amt an Erich Honecker ab. Folglich wurde das Verhältnis zwischen dem Indi-viduum und der Gesellschaft in diesen Jahren immer kritischer beurteilt, was beispielsweise in Ulrich Plenz-dorfs Stück „Die neuen Leiden des jungen W.“ geschah. Bei dem Namen dieses Titels denkt man natürlich sogleich an Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ von Johann von Goethe. 

Auch Wolf Biermann setzte sich kritisch mit der DDR auseinander und erhielt desöfteren Auftrittsverbote in der DDR. Als er 1976 einen von der DDR-Regierung genehmigten Auftritt in Köln bestritt, wurde ihm danach postwendend die Rückkehr in den Osten verweigert. Dieses Ereignis hatte zur Folge, dass sich viele Schriftsteller über die Ausgliederung Biermanns aus der DDR aufregten und sich demzufolge auch in ihrer Literatur darüber echauffierten. Zudem verließen zahlreiche Autoren, darunter auch Sarah Kirsch und Günter Kunert die DDR. 

Als sich im Jahre 1989 das Ende der DDR anbahnte, sprachen Autoren wie Reiner Kunze („Deckname Lyrik“) und Erich Loest („Der Zorn des Schafes“) sehr offen über ihre Erfahrungen mit und in der Deutschen Demokratischen Republik – auch, um diese konfliktreiche Zeit zu verarbeiten.

Video: DDR 5 – Literarische Formen, Verfasser, Werke

Wann immer du an die DDR-Literatur denkst, solltest du dich an den Aufbauroman einerseits und den An-kunftsroman andererseits erinnern. Wichtige Vertreter der DDR-Literatur sind Wolf Biermann, Bertolt Brecht (jenem aus dem bayerischen Augsburg Schriftsteller, dem die Einreise nach Westdeutschland verweigert wurde und der sich sodann in Ostdeutschland niederließ), Sarah Kirsch, Reiner Kunze, Ulrisch Plenzdorf und Christa Wolf mit ihrem „Geteilten Himmel“.  Auch Wolf Biermanns „Deutschland – Ein Wintermärchen“ und Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“ darfst du dir gerne merken.

Deutsch Literatur Epoche BRD

Video: BRD 1

Die Epoche der Literatur der Bundesrepublik Deutschland lässt sich auf den Zeitraum zwischen den Jahren 1950 und 1990 festlegen. Sie beginnt also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, und zwar im Anschluss an die

Epoche der Nachkriegsliteratur. 

1949: Das Grundgesetz tritt in der BRD in Kraft. Die Bundesrepublik wird in der amerikanischen, franzö-sischen und englischen Besatzungszone gegründet, wohingegen in der sowjetischen Besatzungszone die DDR gegründet wurde. Erster Bundeskanzler der BRD war Konrad Adenauer.

1955: Die BRD wird in die NATO, also in die North Atlantic Treaty Organization, aufgenommen.

1973: In diesem Jahr wird die BRD in die UNO, also in die United Nations, aufgenommen.

In den 80er Jahren zeichnet sich eine neue Entwicklung ab: das vormals angespannte Verhältnis zwischen BRD und DDR entspannt sich zunehmends. Die Bundesrepublik und die Demokratische Republik nähern sich immer mehr an und treten miteinander in den Dialog.

1990: Dies ist das Jahr der deutschen Einheit – West- und Ostdeutschland bilden nach der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 („Mauerfall“) wieder eine Einheit

Im folgenden sollen die verschiedenen literarischen Strömungen der BRD-Literatur aufgelistet werden. Jede Strömung wird hier bei Oberprima mit einem eigenen Video bedacht.

1. Zeitkritische Literatur (50er Jahre)

2. Politisierung der Literatur (60er Jahre)

3. Neue Innerlichkeit / Subjektivität (70er Jahre)

4. Ausgleich bzw. Ausgleichtendenzen (80er Jahre)

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Video: BRD 2 – Zeitkritische Literatur

Die zeitkritische Literatur ist in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts anzusiedeln. Zentrale Themen sind die Kritik der aktuellen Zeit, aber durchaus auch die Selbstkritik. Aktuelle Themen waren:

- die Aufarbeitung des 3. Reichs und der mit ihm verknüpften Ideologie des Faschismus

- die atomare Bedrohung

- der technologische Forschritt

Heinrich Böll und Martin Walser haben diese Zeitkritik oft in Form einer Satire dargestellt. Ein bekanntes Beispiel ist „Ehen in Philippsburg“ von Martin Walser. In der Satire finden Stilmittel Anwendung, mittels derer die Kritik z.B. an der zeitgenössischen Politik zum Ausdruck gebracht werden kann und somit auch beim Zuschauer ankommt.

Interessant ist, dass das Theater (also die Gattung der Dramatik) zum damaligen Zeitpunkt weitaus schlechter gestellt war als die Lyrik (Gedichte) und die Epik (Prosa). Vielleicht waren die Autoren der An-sicht, dass sie in Gedichten und Romanen ihre Kritik besser zum Ausdruck bringen konnten als in Theater-stücken. Wichtig ist aber, dass du dir merkst, dass die Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit fehlte: die dunkelste Ära der Weltgeschichte, das 3. Reich, wurde zwar aufgearbeitet, aber nicht wirklich kritisiert.

In der BRD wurde diese Zeit des Greuels nicht aufgearbeitet, sondern vielmehr verdrängt. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen: die Autoren Wolfgang Borchert, Günther Weisenborn und Carl Zuckmayer haben sich besonders kritisch mit der jüngsten Vergangenheit auseinander gesetzt.

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Video 3: BRD 3 – Politisierung

Die Literatur in der Bundesrepublik war in den 60er Jahren sehr stark politisiert. Während dieser Zeit gab es viele innenpolitische Krisen, die sowohl in Studentenrevolten und –aufständen als auch in der wirtschaft-lichen Stagnation zum Ausdruck kamen. Es kam zu einer Aufhebung der Trennung zwischen Politik und Literatur, was zur Folge hatte, dass die Literatur der 60er Jahre sehr stark politisiert, also für die politische Meinungsbildung der Bevölkerung genutzt wurde.

Ein wichtiges Kennzeichen ist der Dokumentarismus: echte Dokumente aus dem täglichen Leben wurden in der Literatur mit verarbeitet. Auf diese Weise sollte dem Leser gezeigt werden, dass sich die in der Literatur dargestellten Ereignisse wirklich in der Realität zugetragen haben. Zeitungsartikel, Interviews und Protokolle wurden mittels einer Technik, die man als Montage bezeichnet, mit in die Literatur eingebaut.

Es gab auch das dokumentarische Theater. Einer der bekanntesten Vertreter ist Peter Weiss.

Beim dokumentarischen Roman merke dir folgende Autoren: Günter Grass („Blechtrommel“ von 1959, „Katz und Maus“ von 1961 und „Hundejahre“ von 1963), Heinrich Böll und Martin Walser.

Am Ende der 60er Jahre hat man sich vermehrt Gedanken über den Sinn und Zweck der Literatur gemacht. Es stellte sich heraus, dass sie Verknüpfung von Politik und Literatur nicht den gewünschten Erfolg hatte. Dies führte dazu, dass viele Menschen nicht den Sinn eines politisch verbrämten Textes in Frage stellten, sondern die Berechtigung von Literatur im Allgemeinen anzweifelten.

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Video: BRD 4 – Innerlichkeit / Neue Subjektivität 

Die Innerlichkeit oder auch Neue Subjektivität ist die vorherrschende Strömung der BRD-Literatur der 70er Jahre, die besonders infolge der Bedrohung durch den Terrorismus, aber auch nach dem Scheitern der 68er-Bewegung entstand. Man kann sagen, dass die Menschen sich nach dem Scheitern im Außen wieder mehr dem Innen zugewandt haben. Dies schlägt sich auch in einer Distanz zur Politik und zum politischen Zeitgeschehen nieder. Wer sich nach Innen wendet, ist auf der Suche nach seiner ureigenen Identität, um sich als Individuum zu erfahren. 

Wichtige Werke aus dieser Zeit sind „Ein fliehendes Pferd“ von Martin Walser, aber auch „Trilogie des Wie-dersehens“ von Botho Strauß. 

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Video: BRD5 – Ausgleichtendenzen

In den 80er Jahren gab es Schriftsteller, die die Begrenzungen der Neuen Innerlichkeit aufzuheben ver-suchten, indem sie sich gewisser Ausgleichtendenzen bedienten, die gewissermaßen einen „Blick über den Tellerrand“ ermöglichen und dem Individuum mehr Freiheit ermöglichen sollten. West- und Ostliteratur wurden wieder vereint. Schriftsteller aus Ost und West traten immer mehr Kontakt miteinander. 

Der Schriftsteller Wolf Biermann wurde aus dem Osten ausgesiedelt: nachdem er ein Konzert im Köln bestritten hatte, durfte er nicht mehr in die DDR zurückkehren. Dies hatte zur Folge, dass viele ostdeutsche 

Schriftsteller in den Westen übergesiedelt sind. So traten Ost- und Westschriftsteller immer mehr in Kontakt miteinander.

Die Lyrik der 80er Jahre war von einer starken Skepsis in Hinblick auf den stetigen wachsenden tech-nischen Fortschritt geprägt. Ebenso zeigt sich in ihr ein deutlicher Geschichtspessimismus. Der erfolgreich-ste Roman ist „Das Parfüm“ von Patrick Süßkind – Die Geschichte eines Mörders“, der 1985 veröffentlicht wurde. 

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Video BRD 6 – Literarische Formen, Verfasser, Werke

Am häufigsten treffen wir in der BRD folgende literarische Formen an: zum einen das dokumentarische Theater auf dem Gebiet der Dramatik. Die Lyrik der Bundesrepublik lässt sich in die Alltagslyrik und die politische Lyrik untergliedern. Außerdem wurden viele Autobiographien verfasst, die der Epik zuzuordnen sind. 

Die prominentesten Schriftsteller der BRD-Literatur sind Günter Grass, Siegfried Lenz und Arno Schmidt sowie Peter Weiss, der für seine zahlreichen Dokumentarisierugen bekannt ist. Die Liste lässt sich noch durch Patrick Süßkind, Sarah Kirsch, Reiner Kunze, Heinrich Böll und Marie-Luise Kaschnitz ergänzen. 

Herausragende Werke sind:

- „Die Blechtrommel“ von Günter Grass

- „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz

- „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll

- „Das Parfüm“ von Patrick Süßkind

Ein kleiner Tipp: Wer von euch nicht so gerne liest, der wird vielleicht seinen Zugang zur Literatur leichter durch ein gutes Hörbuch oder auch ein schönes Hörspiel finden. Der „Löwenanteil“ der in den BRD-Videos besprochenen Titel ist mittlerweile als Hörbuch und/oder Hörspiel erhältlich. Probier’s doch einfach mal aus!



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