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Der Beginn der Klassik

Die musikalische Epoche der Klassik ist die Zeit und der Stil der drei großen Komponisten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Der Begriff „Klassik“ entstand erst nach dem Tod Beethovens. Klassik solle bedeuten, das Satzbild der klassischen Musik sei vollkommen und habe einen hohen Stellenwert gemessen an der Skala des Schnheitsideals, außerdem sei sie wahr, harmonisch und ein Muster für jede weitere Form der Musik, die folgen würde. Das 18. Jahrhundert ist, nicht nur musikalisch, sondern auch literarisch, die Zeit der Aufklärung. Vernunft, Verstand und Wissenschaft galt als  die ideale Grundlage des Denkens und Handelns der Menschen. Eigenständigkeit, Mündigkeit und ein sicheres und kritisches Urteilsvermögen galten als wahrhafte Tugenden. Zeitgleich zur Klassik wurde die Ständegesellschaft während der französischen Revolution zerschlagen und Leibeigenschaftsrechte wurden aufgehoben, Menschenrechtserklärungen verfasst und geltend gemacht. Es ist also deutlich erkennbar, dass die Klassik im Gegensatz zur vorangehenden Epoche des Barocks weniger affektbestimmt und prägnant koloriert, also ausgefüllt und ausgeschmückt, ist, im Gegenteil: Es ist erkennbar, dass sie schlicht, klar, verständlich und erklärbar sein muss. Allerdings verläuft der Wechsel zwischen Barock und Klassik fließend und ähnlich wie eine Mosaikevolution der Evolutionstheorien ab: Viele neue Strömungen beginnen zeitungleich und das musikalische Rokkoko wird als Vorklassik angesehen, während der musikalische Sturm und Drang zeitgleich noch sehr barocke Merkmale trägt.

Viele Gruppierungen und Schulen am Anfang der Klassik

Die Berliner Schule, die Wiener Schule und die Mannheimer Schule sind Symbole für die Klassik: Von Ernst und Heiterkeit über expressive Manieren bis zu Neubearbeitungen barocken Stils gibt es nahezu alle musikalischen Stile und Ausarbeitungen sowie Ausbildungen. Eines haben aber alle diese Gruppierungen gemeinsam: Sie sind rational orientiert und betrachten Musik als Wissenschaft oder auch als „Kunst nach Regeln“, weniger als „Musik als Phänomen“. Zwar regt die Musik Fantasie und Emotionen an, doch gleichzeitig wird nach ihrem Ursprung geforscht. Mythen und Theorien entstehen. Dennoch wird Musik als Maß, Zahl und Ordnung betrachtet, Musikästhetik ist das Imitieren der Klänge der Natur und soll schöpferische Eingebungen bringen, auch nach der Schöpfung oder Komposition der Musik selbst. Das Künstliche und Verflechtete des Barocks soll übergangen und besiegt werden. 

Neue Formen und Gattungen

Die Sonate, insbesondere in ihrer Regelung binnen der Sonatenhauptsatzform (SHF), nimmt eine dominierende Stellung ein. Aus ihr entstehen zahlreiche Sinfonien, besonders zu bemerken ist  die gigantische Zahl an Sinfonien, die Mozart komponierte, und die späten Sinfonien von Ludwig van Beethoven, welche erste romantische Merkmale aufweisen. Das Menuett sowie motivistische Arbeit innerhalb der einzelnen Sätze taucht im Laufe der Klassik auf und etabliert sich. Ständige Variationen sind Alltag des genormten Komponierens. Im Theater gibt es Tragödien, Komödien und Satiren; aus ihnen bilden sich neue Formen oder Teil-Gattungen, außerdem setzt sich die Oper mit ihren verschiedenen Facetten durch: Ob Opera buffa, Grand Opéra oder die Opera seria: Insbesondere die Oberschicht der Menschen profitieren von klassischen, klaren Harmonien, Prinzipien, Variationen und Geschichten. Allerdings entstand auch die Revolutions- oder Schreckensoper, welche den Schracken der Revolution thematisiert und Themen wie erstrebenswerte Tugenden und unerwartete Rettung oder Rettungen beinhaltet und schildert. Aus den bekannten Offizium wurde die Vesper mehrstimmig vertont und populär gemacht, ein Bittgesang aus Anrufungen, Litanei genannt, entspringt Vorbildern wie dem Kyrie eleison. Zu diesem Zeitpunkt der Klassik liegen die Zentren der Musik in Dresden, Mannheim, Salzburg und Wien. Die drei großen Wiener Meister beteiligten sich an der Kirchenmusik der Klassik eher dürftig angesichts dessen, was sie in ihrem gesamten Lebenswerk schufen: Haydn schrieb vierzehn Messen und zwei Te Deum, Wolfgang Amadeus Mozart schrieb zwanzig Messen, darunter die Spatzen- und die Krönungsmesse. Beethoven kreierte bloß zwei Messen und ein Oratorium. Alle drei Komponisten starben in Wien und Beethoven leitete die nächste folgende Epoche ein: Mit dem 19. Jahrhundert wurde die Epoche der Romantik geboren.



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