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Das Jahrhundert der Romantik, Allgemeinwissen

Das Jahrhundert der Romantik, das 19. Jahrhundert, wurde nicht nur im späten Werk Beethovens eingeleitet und angedeutet, es trägt auch noch Früchte bis in die Musik des 21. Jahrhunderts: Gefühlt, Sensibilität und Empfindsamkeit, tiefe Trauer, das Fragen nach dem Sinn des Lebens ohne ergründbare Antwort und Dunkelheit sind wichtige Themen sozialer, literarischer und musikalischer Ausdrucksformen. Allerdings sind auch das Märchenhafte, Fantastische und Träumerische, eben das Romantische, Schwerpunkte romantischer Kunst. Wichtige Komponisten der Romantik sind Camille Saint-Saens, Tschaikovsky, Gustav Mahler, Antonín Dvorak und Pucchini. Viele russische und osteuropäische Komponisten prägen die bedeutende Musik, welche nun nicht mehr ein Privileg der Oberschicht ist. 

Eine Zeitleiste der Romantik

Zunächst ist diese Epoche eine vorzugsweise deutsche Erscheinung, möglichst vollkommene Poesie wird angestrebt. Die Julirevolution leitet 1830 nach der Frühromantik nun die Hochromantik ein. Die Romantik wird nun als eine europäische Bewegung verstanden und das musikalische Zentrum der Klassik, Wien, verlagert sich nach Paris. Die französisch-italienische Romantik erlebt ihre Höhepunkte, zeitgleich mit vielen östlichen Komponisten, die Erfolg genießen und Meilensteine der Musikgeschichte schreiben wie beispiel die Nussknacker-Suite von Tschaikovsky oder die 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ von Antonín Dvorak. 1850-1890 blüht die Spätromantik auf, etwa datiert durch den Tod von Felix Mendelssohn Bartholdy in 1847 oder durch den Tod Frédéric Chopins (1849). Liszt, Wagner und Verdi schlagen sich durch und hinterlassen einen jarhunderte lang bleibenden Eindruck in der Geschichte der Musik. Bruckner, Brahms und Franck sind in der Spätromantik eher die Komponisten des Naturalismus, der Ausdrucksästhetik und des Historismus. Es gibt zweifelsohne viele Klangfarben, Kompositionstechniken und die ersten Ansätze zum Brechen der Traditionen, die die Klassik geschaffen hat, setzten sich in jungen Generationen nachhaltig durch.

Die sagenhafte Unendlichkeit der Romantik

Gefühl und Subjektivität des bereits in der Klassik oder Aufklärung praktizierten empfindsamen Stils nehmen den romantischen Ausdruck vorweg. Das Gefühl erschließt nach der Ausdrucksästhetik der romantischen Musikauffassung die Unendlichkeit und erahne Sinn, Ziel und Ursprung jedes Phänomens, das Fantastische seien innere Rhythmen und das Wunder des Seins. Musik als selbstständige Kunst sollte sich auf Instrumentalmusik beschränken und in ihrer Rolle als die romantischste aller existierenden Künste war sie zu wertvoll, um sie durch Beimischung anderer Künste zu verschmutzen. Doch außermusikalischer Gehalt war dennoch wichtig; einige Philosophen und Künstler widersprachen sich massiv. Insbesondere die Poetisierung romantischer Musik schmückt musikalische Kunstwerke aus und speist sie mit Subjektivismus, welcher unverzichtbar für das Publikum war. So entstanden neue Gattungen, welche aus bekannten Gattungen der Klassik übernommen und weiterentwickelt wurden. Neu sind unter anderem das poetische kleine Klavierstück, das Kunstlied (Durch Schubert geprägt), das durch Wagner etablierte Musikdrama und die sinfonischen Dichtungen Liszts. Es handelt sich bei den neuen Gattungen ausschließlich um Instrumentalmusik, auch poetische Ideen und Worte werden in kompositorische Ideen umgesetzt, welche instrumental realisiert werden. Wie in der Klassik führt auch in der Epoche der Romantik die Melodie, alllerdings weniger durch ästhetische Gesetze und Regeln vorbestimmt, sondern eher mit einem deutlichen Schwerpunkt auf einem deutlichen seelischen Ausdruck mit der Möglichkeit des Konsumenten der Musik, eigene Fantasien und Interpretationen ein zu bringen oder zu erträumen. Während die italienische Oper mit ihrer Vorherrschaft des klassischen Gesangs an Bedeutung verlor, erfuhr die französische Oper durch die politischen Neuerungen in Paris und das Verlagern des Musikzentrums von Wien dortin einen mächtigen Aufschwung. Ein neuer Operntyp tritt trotz des Instrumentalschwerpunktes hervor, es handelt sich um die ernste drame lyrique mit Einzelschicksalen als Hauptthemen und gesprochenen Dialogen als besonderes Stilmittel. Hector Berlioz und Jacques Offenbach gelten in diesem Aspekt als bedeutende Trendsetter, ebenso allerdings auch wie der Komponist der Oper Carmen Georges Bizet. 

Die Romantik eine Epoche in der Musik

Dvořák, der Komponist der neuen Welt

Antonín Leopold Dvořák, im Folgenden Dvořák oder Dvorak genannt, wurde 1841 in Nelahozeves geboren und starb 1904 in Prag. Er war ein böhmischer Komponist. Im September 1892 wurde Dvořák Direktor in New York in einem Musikkonservatorium. Diese Stelle war mit 15.000 $ jährlich dotiert und ein attraktives Angebot für Dvorak. Seine Frau, seine Tochter und sein Sohn begleiteten ihn nach New York. Die anderen vier Kinder kamen nur im Sommer 1893 in die USA und wichtig ist es, zu wissen, dass das bekannteste Werk von Antonín Dvorak die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ ist. Außerdem schrieb er das Streichquartett Opus 96, das Te Deum und in all diesen drei Beispielwerken zeigt sich der Einfluss des Landes in bestimmten Eigenarten der Komposition. Dvořák komponiert mit Penta tonik, einem erniedrigten Leitton und viel Synkopierung. 

Das Jahr 1896 ist für Dvořák das Jahr der Abkehr von der absoluten Musik. Vorher schrieb er zwar schon Werke, die man als Programm Musik bezeichnen konnte, zum Beispiel die poetischen Stimmungsbilder für Klavier, die Dvorak selbst als „Programm Musik, aber im Sinne Schumanns“ bezeichnete, doch nun wandte er sich direkt der sinfonischen Dichtung zu. Innerhalb eines Jahres schrieb er den Wassermann, die Mittagshexe, das goldene Spinnrad und die Waldtaube. Es handelt sich um Balladen.

Leoš Janáček, ein weiterer tschechischer Komponist

Janáček, im Folgenden der Einfachheit zuliebe häufig auch Janacek genannt, war ein tschechischer Komponist, welcher 1854 geboren wurde, und 1928 verstarb. Seine Musik zeichnet sich auf grundsätzlich Turnhalle Grundlage durch starke Aphoristik aus und seine Motiveschar Arbeit ist sehr kleingliedrig. Seine Harmonik, die Instrumentation und der Tonsatz sind sehr stark von folkloristischen Elementen geprägt, weisen dabei auch deutlich in die Moderne. Janacek gilt als Komponist der Spätromantik. Auffallend sind bei Janáček die unromantische Dramatik und die große, lyrische Subtilität. Er hat eine starke Naturverbundenheit. Das zeichnet sich auch in seinen Werken ab, beispielsweise in „das schlaue Füchslein“. Seine Werke sind sehr pathetisch, politisch stand Janáček dem Panslawismus nahe und sprach daher nur ungern Deutsch, obwohl er es fehlerlos beherrschte.

Er untersuchte die tschechische Sprache auf Ihre Sprachmelodie und selbst bei Sprachen, die er nicht beherrschte, beispielsweise bengalisch, machte der Komponist Janáček sich die Mühe, Vorträge auf Sprachmelodie und Duktus zu untersuchen. Davon ist aber nicht nur die Vokalmusik geprägt, Janacek verbindet einen raffinierten Kontrapunkt mit feingliedriger Motivik.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Tschaikowski lebte von 1840-1893. Er wurde nicht sehr alt, war ein russischer Komponist, und gehörte nicht der so genannten Gruppe der fünf an. Dennoch war er einer der bedeutendsten und einflussreichsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts und der Epoche der Romantik. Weltberühmt und bekannt wurde Tschaikowski durch die Palette der Nussknacker und Schwanensee.

Tschaikowski entstammt einer angesehenen bürgerlichen Familie, schlug zunächst die Beamtenlaufbahn ein, für die er allerdings völlig ungeeignet war. Im Alter von 23 Jahren erst begann er, sich ernsthaft mit der Musik zu beschäftigen. In Petersburg studierte er bei Rubinstein. 1866, nachdem er sich mit der Musik beschäftigte und merkte, dass die Beamtenlaufbahn nichts für ihn ist, wurde er Theorie Lehrer am Moskauer Konservatorium. Tschaikowski war ein sehr scheuer Mensch, heiratete und ließ sich wieder scheiden, mit den Frauen hatte er kein Glück. Erst sehr spät begann er eine Dirigententätigkeit, die ihn fast alle großen europäischen Länder führte. Am hoch. Seiner Karriere, als er in Cambridge 1893 zum Dr. ernannt wurde, starb er an Cholera.

Frédéric Chopin, der Liebling Pariser Salons

Chopin bedient einige romantische Klischees. Er war stets elegant gekleidet, lebte und liebte schwärmerisch und starb sehr früh. Er lebte von 1810-1849.1818 gab er sein erstes Konzert, 1826 wurde er Student am Warschauer Konservatorium, 1835 trifft er Robert Schumann, davor schon in 1831 begegnet er Liszt , er verlobte sich mit einer Frau in 1836, begegnete da gleichzeitig George Sand, seinem späteren geliebten über neun Jahre hinweg, und zwei Jahre vor seinem Tod trennt er sich von seiner Freundin und stirbt in Paris. Viele mögen glauben, dass Chopin ein Franzose war, doch Chopin ist ein Pole. 

Seine Klavierwerke werden von Liebhabern wegen ihres Klangreichtums und ihres zarten Charmes geschätzt, und Klavierschülerinnen und Schüler fürchten sich vor vielen Vorzeichen, Geschwindigkeit und Komplexität. Diese Klavierwerke, insbesondere die Klavierkonzerte von Chopin schrieb er, um die virtuoser Laufbahn zu beginnen. Später wurde es ihm zuwider, und er komponierte ausschließlich weitere Klaviermusik. Die meisten seiner Werke für dieses Instrument sind Solostücke, von denen er die früheren für eigene Konzert schrieb.

Robert Schumann, der Tiefsinnige und Sensible

Robert Schumann lebte von 1810-1856, und war ein deutscher Komponist. Er schrieb 268 Werke. 1828 möchte Schumann Jura studieren, in Leipzig. 1830 gibt er das schon wieder auf und macht weiterhin Musik. 1832 er leitet er eine Verletzung der Hand und er erlebt 1834 die erste Ausgabe der Neuen Zeitschrift für Musik, welche es heute noch gibt. 1838 komponiert er die Kinderszenen, welche heute auch in Klavierunterricht sehr gerne gespielt und beigebracht werden. Ein Jahr, nachdem er Brahms begegnet, stirbt er. Interessant könnte auch sein, dass Clara Wieck, später dann Clara Schumann, welche er 1840 heiratete, schon mit 16 Jahren eine Pianistin von europäischem Rang war. Sie komponierte auch virtuoser Klavierwerke, die sie oft selbst aufführte. Robert Schumann war ein Schüler ihres Vaters, so lernte sie ihn kennen und heiratete ihn später. Zwischen der Hochzeit und Schumanns Tod gab sie ihre Tätigkeit auf, nahm sie nach dem Tod ihres Gatten wieder auf.

Zwischen 1830 und 1840 veröffentlichte Schumann mehrere Meisterwerke für Klavier. Er hat eine Vorliebe für Miniaturen. Besonders Fantasien hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Beispielsweise die Fantasie in C-Dur. Schumann ist mal launisch, mal fantastisch, mal grotesk. Seine Musik ist mehr als nur romantisch, er erfüllt nicht nur alle Klischees der Epoche der Romantik, sondern kann man seine Musik als vollständig romantisch motiviert bezeichnen.


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