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Bekannte Tonarten

Tonarten, die bekannt sind, sind die Ganztonleiter, chromatische Tonleiter, Dur-und die natürliche Molltonleiter. Dabei ist zu unterscheiden, dass eine Tonart ein Schema ist, um genau zu sein, ein Stufenschema, nach welchem verschiedene Töne zueinander Beziehungen haben und miteinander einhergehen. Eine Tonleiter allerdings ist eine Tonart mit definiertem Grundton und darauf definiert folgenden weiteren Tönen und bestimmten Tonstufen. Dur ist also die Tonart, F-Dur ist beispielsweise eine Tonleiter.

Die Abstände der Töne auf den Stufen der Dur-Tonleiter sind von der ersten bis zur zweiten Stufe ein ganz Tonschritt, von der zweiten bis zur dritten Stufe ein ganz Tonschritt, ein Halbtonschritt von der dritten bis zur vierten Stufe, drei weitere Ganztonschritte zwischen den Stufen vier und sieben und anschließend ein letzter Halbtonschritt zwischen der siebten Stufe und dem Grundton, der auf der ersten sowie auf der achten Stufe steht. Am einfachsten ist sie darstellbar auf der C-Dur-Tonleiter. Die erste Stufe ist der Grundton oder auch die Tonika, die sich in der achten Stufe wiederholt. Die fünfte Stufe ist die Dominante und die vierte Stufe ist die Subdominante. Wenn man das Stufenschema der Dur-Tonleiter von den zwölf verschiedenen Tonhöhen der Materialtonleiter aus verwirklicht, entstehen zwölf Dur-Tonarten. Bei den Molltonarten sieht das allerdings anders aus: natürlich Moll gilt als die englische Moll-Tonleiter. Ihr Stufenschema unterscheidet sich von der Dur-Tonleiter dadurch, dass die beiden Halbtonschrittstufen an anderen Stellen zu finden sind. Vom ersten bis zum zweiten Ton der natürlichen Moll-Tonleiter ist es ein ganz Tonschritt. Zwischen dem ersten und dem zweiten Ton ist es an dieser Stelle schon anders als bei der Dur-Tonleiter. Es handelt sich um einen Halbtonschritt. Es folgen zwei ganz Tonschritte zwischen der dritten und fünften Stufe, zwischen der fünften und sechsten Stufe ist ein Halbtonschritt zu finden. Alle weiteren Tonabstände sind ganz Tonschritte, bis man beim Grundton auf der achten oder ersten Stufe wieder ankommt.

Mehr als nur Geschlechter

Dur und Moll unterscheiden sich nicht nur in ihren Tonabständen, sie enthalten auch verschiedene Schemata und Änderungen. Molltonarten erfahren Änderungen und führen zu verschiedenen Arten von Moll: natürliches Moll, harmonisches Moll, melodisches Moll und Zigeuner Moll. Im Mittelalter unterschied man acht Oktavausschnitte, die mit den Namen der griechischen Tonarten belegt wurden. Es gibt also die Kirchentonarten: Ionisch, Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch, Äolisch und Lokrisch. Die jeweiligen Tonabstände, die diesen Tonarten zugrundeliegen, kann man sich selbst herleiten, indem man eine Klaviatur ansieht. Ionisch wurde zum gebräuchlichen Dur. Es handelt sich also um die Tonabstände, die man bei den weißen Tasten des Klaviers sehen kann, wenn man von C bis C spielt. Dorische Stufenschemata leiten sich dadurch ab, wenn man auf den weißen Tasten des Klaviers von D bis die spielt. Nach diesem Schema lassen sich folgende Tonarten mit folgenden Grundtönen bestimmen: Phrygisch beginnt auf dem E, Lydisch beginnt auf dem F, Mixolydisch auf dem G, Äolisch auf dem A und die lokrische Kirchentonart beginnt auf dem H. Hier sieht man die Regelmäßigkeit von Tonarten, insbesondere von Kirchentonarten. Diese Kirchentonarten werden unterteilt in authentische Haupttonarten, zum Beispiel Dorisch, und in Nebentonarten, welche auch plagalen Nebentonarten sind. Dann spricht man von Hypodorisch beispielsweise.

Wie viele Tonarten gibt es?

Neben den zwölf Dur Tonarten und ihren zwölf Verwandten parallelen Molltonarten gibt es also acht Grund-Kirchentonarten, welche jeweils auf allen zwölf Tonhöhen beginnen können. Zusammen mit den Dur-und Molltonarten ergeben das 108 Tonarten. Berechnet man nun natürlich, harmonisch, melodisch und Zigeuner Moll ein, erhält man 144 Tonarten. Die oben genannten plagalen Nebentonarten eingerechnet würden nun eine Zahl von über 200 Tonarten ergeben, und dazu gibt es noch Bluestonarten, Tonarten aus dem Jazz und aus dem Orient oder der türkischen Musik, mit Vierteltonschritten einbezogen, viele weitere, nahezu grenzenlose Zahlen verschiedener Tonleitern.



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