Hier gehts zu den besten Videos zu dem Thema Referate richtig halten


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Referate halten!

Inhaltsverzeichnis:

  1. Womit präsentieren wir das Referat?
  2. Pro und Contra verschiedener Medien
    • Das Tafelbild
    • Das Plakat
    • Die Diashow
    • Die Prezi
    • Die Powerpoint-Präsentation
  3. Informationsbeschaffung
  4. Die Visualisierung deines Referates
  5. Wisse, worüber du sprichst!
  6. Die Zeitplanung
  7. Der Vortrag des Referates
  8. Richtig zitieren und Quellenangaben richtig machen

1. Womit präsentieren wir das Referat?


PLAYLIST: Womit präsentieren wir das Referat?

Entscheide dich für ein Medium!

Wenn dein Medium der Computer ist, entscheide dich für eine Darstellungsart

Pro und Contra der verschiedenen Medien:

2. Pro und Contra verschiedener Medien:


Das Tafelbild:


PLAYLIST: Das Tafelbild

Einfach etwas an die Tafel schreiben ist einfach. Besonders, wenn ihr vorher nur kurz Skizzen macht und diese dann im Referat abmalt. Außerdem kann das Publikum während eurer Präsentation live mitverfolgen, wie sich Grafiken, Statistiken oder ähnliches aufbauen und man sieht kein vorgefertigtes Produkt, sondern ist live dabei, während euer Tafelbild entsteht.

An die Tafel schreiben kann jeder und das macht der Lehrer doch den ganzen Tag! Schnell sind eure Mitschüler/innen gelangweilt.

Das Plakat:


PLAYLIST: Das Plakat

Niemand zahlt für euer Plakat, eventuell anfallende Druckkosten oder Kleber und Material. Die Schule kommt dafür nicht aus und ihr müsst euch dessen bewusst sein, dass im Copyshop ein Farbausdruck mindestens 10ct kostet. Wenn ihr Zugang zu (Farb)Druckern habt, fallen diese Kosten natürlich weg. Aber bis zu 5€ Kosten können für diese Form der Präsentation locker anfallen!

Lehrer finden es immer toll, wenn ein Plakat auch nach dem Referat noch im Klassenzimmer hängen kann. Für Oberstufenschüler ist das Referat per Plakat zwar irrelevant, aber besonders Unterstufen- und Mittelstufenschüler zeigen mit einem Plakat auch nach dem Referat noch die wichtigsten Themen – und wer da ab und zu zufällig draufschaut, lernt automatisch noch etwas über das Thema, und zwar nachhaltig hinterher.

Eigentlich kann man mit einem Plakat alles machen. Bilder aufkleben, Pfeile und Querverweise einbauen, dreidimensionale Sachen aufkleben, Diagramme und Statistiken übertragen, mit bestimmtem Design und Farbauswahl etwas ausdrücken, malen, zeichnen. Ihr braucht keine guten Kenntnisse wie z.B. am Computer, um das, was ihr im Kopf habt, in die Tat umzusetzen.

Kleben, basteln, abschreiben, über Farben und Design diskutieren – das nervt ganz schön, wenn man schnell vorankommen sollte. Ihr müsst euch klar darüber sein, dass ihr viel Aufwand für ein einziges Plakat habt, was andere digital mit Powerpoint beispielsweise innerhalb von zehn Minuten fertigstellen können. Spätestens am Ende des schuljahres stellt sich die Frage: Wohin mit dem Plakat? Ihr wollt euer Zimmer doch sicherlich nicht mit Martin Luther, Non-governmental Organizations, Chile y sus jóvenes, Entwicklung der Ölpreise der letzten Jahre und Multiplikation von Matrizen zukleistern! Oder?

Je nach dem, was ihr für ein Referat haltet, schaut die ganze Klasse / der ganze Kurs die Dauer des Referates auf dieses eine Plakat. Das kann bei einem Referat von fünf bis zehn Minuten absolut okay sein, aber wenn ein Referat 45 Minuten oder sogar 60-90 Minuten dauern soll, wird das echt langweilig! Überlegt zuerst, vielleicht auch gemeinsam mit dem Lehrer / der Lehrerin, ob ein Plakat sinnvoll ist.

Die Diashow:


PLAYLIST: Die Diashow

Um eine Diashow machen zu können, müsst ihr an einen Rechner in der Schule kommen. Dazu muss der Lehrer oder die Lehrerin meist einen Computerraum reservieren. Also besprecht euer Vorhaben mindestens eine Woche vorher mit dem zuständigen Lehrer / der zuständgen Lehrerin!

Es wird kein Material verbraucht oder verwendet. Wenn man die Stromkosten verkraftet und ausklammert, ist dieses eine umweltfreundliche Art, ein Referat zu gestalten!

Prezi:


PLAYLIST: Die PREZI

Um Prezi nutzen zu können, müsst ihr an einen Rechner in der Schule kommen. Internet ist nicht nötig, wenn ihr die Prezi auf einem USB-Stick mit ausreichend Speicherplatz transportieren könnt. Aber der Computer muss leistungsstark genug sein, um die Prezi gut anzeigen zu können! Also besprecht euer Vorhaben mindestens eine Woche vorher mit dem zuständigen Lehrer / der zuständgen Lehrerin!

Es wird kein Material verbraucht oder verwendet. Wenn man die Stromkosten verkraftet und ausklammert, ist dieses eine umweltfreundliche Art, ein Referat zu gestalten!

Viele Lehrerinnen und Lehrer kennen die Prezi überhaupt gar nicht und sind dann begeistert vonden Talenten und Recherchen der Schülerinnen und Schüler. Es kommt häufig vor, dass dafür große Begeisterung von Lehrerseite übrig ist.

Mit einer Prezi könnt ihr absolut ALLES machen. Von rotierenden Mindmaps über sich bewegende Waagschalen, Diagramme, einebundene Videos, Sounddateien und Bilder, es gibt keine Begrenzung. Auch das Design kann ohne Einschränkung verändert werden und es sind unendlich übersichtliche vernetzungen möglich.

Um diese ganzen Möglichkeiten einer Prezi zu nutzen, braucht es für Erstbenutzerinnen und –benutzer ca. zwei bis maximal drei Abende Einarbeitezeit, bevor Inhalte sauber übertragen werden können. Wer sicher im Umgang mit Powerpoint ist, kann sicherlich auch eine Prezi gestalten. Aber vorsicht: Informiert euch über das Konvertieren und wie die Rechner in der Schule laufen oder wie ihr die Präsentation in der Schule darstellt. Nur moderne Schulen verfügen über ausreichend Modernität, um Prezis ohne Reibung und Aufhänger zeigen lassen zu können!

Powerpoint:


PLAYLIST: Die Powerpoint-Präsentation

Microsoft Office kostet für Schüler und Studenten an die 100€. Das kann sich sicherlich keiner von euch leisten. Wenn ihr euch etwas beschränkt, könnt ihr allerdings mit Open Office kostenlos auch nahezu alle Möglichkeiten vom ‚großen‘ Microsoft Office nutzen. Achtung: Wenn ihr in der Schule und zu Hause nicht dasselbe Office verwendet, kann es sein, dass zwischen eurer Vorbereitungszeit und der Präsentation Unterschiede gibt und die Bilddateien oder der Text verrutschen!

Um PowerPoint nutzen zu können, müsst ihr an einen Rechner in der Schule kommen. Dazu muss der Lehrer oder die Lehrerin meist einen Computerraum reservieren. Also besprecht euer Vorhaben mindestens eine Woche vorher mit dem zuständigen Lehrer / der zuständgen Lehrerin!

Es wird kein Material verbraucht oder verwendet. Wenn man die Stromkosten verkraftet und ausklammert, ist dieses eine umweltfreundliche Art, ein Referat zu gestalten!

In der Oberstufe sind Powerpoint Gang und Gebe. Besonders in Referatszeiten, in welchen ein Schüler oder eine Schülerin in einer Woche bis zu fün Referaten halten muss, wenn die Termine unglücklich gelegt wurden, kann man natürlich auf einem USB-Stick alle Präsentationen mit sich rumtragen und allzeit vorbereitet sein. Da nahezu jeder mit Powerpoint Referate hält, finden die Lehrer übersichtliche und gut strukturierte Powerpoint-Präsentationen immer als Bereicherung für den Referatsalltag.

Einbetten von Videos, Bildern, Diagrammen aus eigenen Excel-Datenbanken bzw. Statistiken, Sounddateien und das stylische Öffnen von Pop-Up-Links ins Internet sind heute ganz normal im Möglichkeitsrahmen der Powerpoint-Präsentation. Sehr viele Schülerinnen und Schüler punkten mit Kreativität und der Nutzung vieler verschiedener Medien. Es gibt nahezu keine Grenzen und mit Powerpoint ist jedes zunächst langweilig erscheinende Referat ohne viel Aufwand aufpeppbar.

3. Informationsbeschaffung


PLAYLIST: Informationsbeschaffung

Nicht übertreiben und auch nicht untertreiben!

Weder das Versinken in all der Information und den Quellen, noch ein einzelner Wikipedia-Artikel sprechen von einer guten Informationsbeschaffung. An dieser Stelle sei gesagt: Wikipedia.org ist KEINE Quelle, da sie von allen wahllosen Leuten frei bearbeitbar ist und damit auf gar keinen Fall als glaubwürdig erscheint. Wenn du etwas falsches in deinem Referat sagst und Wikipedia als Informationsquelle angibst, kannst du nach der Schule ja eigentlich kurz zu Wikipedia reinschlüpfen und die Informationen so verändern, dass dein Referat richtig war. Das kann zu Problemen und Ärger führen und ich empfehle dringend, Wikipedia nur zur Begriffsdefinition und für Bildquellen zu benutzen! Apropos übertreiben oder untertreiben. Wenn du während Klausurphasen Referate halten musst, schreib das erstens in die Kommentare, damit wir mal darüber sprechen können, wie gut organisiert das Schulleben seitens der Lehrer ist, zweitens solltest du Termine wie Klausuren, Turniere im Sport und andere private Sachen wie einen besonders langen Plan immer in eure Planung mit einbringen. Plane also zuerst, in welchem Zeitraum du was schaffen kannst und vermeide die „the next is better“-Krankheit. Wenn du weißt, dass du Montag, Donnerstag und Freitag sowieso von sieben bis zwanzig Uhr aus dem Haus seid, bist, sei es Trompeten- oder Geigenunterricht, Badminton oder Fußball, Nachhilfe, Arzttermine, ein zehnstündiger Tag in der Schule – oder ein zwölfstündiger, ich habe neulich gehört, dass jemand zwölf Stunden an einem Tag hat, das muss krass sein.. Davon hatte ich noch nie gehört… Also, wenn du weißt, dass Montag, Donnerstag und Freitag nicht sind, du idealer weise also nur Dienstag und Mittwoch je ein oder zwei Stunden am Referat arbeiten kannst, dann plane dir unbedingt diese Zeit bis zur Deadline für das Referatszeit ein und versuche, maximal ein Drittel der Zeit für die Informationsbeschaffung zu nutzen! Das „the next is better“-Syndrom kommt auf, wenn du nicht weißt, wo du im Zeitplan liegst und hier und da ständig weiter recherchierst, bis du die richtige, perfekte Informationsquelle findest. Das ist nicht gut, also: Zeit planen und Recherchezeit begrenzen!!!

Weiter im Text. Bevor du im Chaos versinkst und unter Büchern und Papier schlafen gehen musst, weil du dein Bett nicht merh findest, solltest du von vorne herein eine Ordnung schaffen, die sich gewaschen hat:

In den Videos siehst du, wie mein Bundestagswahl 2013 – Projekt aufgebaut ist. Hier sind je nach Themen in bunten Farben die Meinungen der Parteien zu eben diesen verschiedenen Themen sortiert. Und im Großen und Ganzen weiß ich, wo was ist und habe mir alles beschriftet, sogar die kleinen Zettelchen haben Nummern hinten drauf, damit ich sie sortieren kann, falls sie runterfallen. Dies ist allerdings nicht geschehen.

Wie kannst du das für dein Referat also übertragen?

Ich empfehle auf jeden Fall so einen Ordner, davon gibt es fünf Stück bei Ikea für drei Euro, oder so eine Mappe, die ist im Vergleich zu den Klarsichtfolien auch umweltfreundlich, kostet dafür aber fünfzig Cent.

Entweder sortierst du alles chronologisch sein, wann du die Information bekommen habt. Dann kannst du Information je nach Datum nach eurem Gedächtnis wiederfinden. Oder du sortierst das Ganze nach Thema, wie ich es mit den Meinungsspektren gemacht habe. Beispielsweise hast du das Thema Evolution in Biologie und du hast da dann das Unterthema Atavismen. Zu Atavismen hast du eine Information aus dem Wörterbuch, eine Information aus dem Natura-Buch für die Oberstufe und eine aus dem Nautilus. Meinetwegen hast du auch noch eine Information von www. atavismen-referat-in-biologie.de (gibt es die Seite? Ich glaube nicht) und dann kommen alle diese vier Informationen auf einen Haufen sozsuagen. Oder du sortierst nach Quellen, wenn du zum Beispiel für ein Kurzreferat euer Lehrbuch zu Rate ziehen sollst – das ist meistens bei Kurzreferaten so, dass sie auf dem Buch basieren sollen. Da kannst du natürlich auch andere Quellen verwenden, aber all Buchquellen sollten da dann an erster Stelle stehen.

Digital sieht das Ganze dann recht ähnlich aus. Verschwendet so viele Ordner wie möglich. Ihr könnt entweder einen Ordner vollpacken, der heißt dann „Referat 27“ oder „Referat am Dienstag, den 13.5.2014“ und da gibt es dann Bilddateien, notizen, Textdateien, Tabellen, Word-Zeugs und wenn man dann die Powerpoint-Datei findet, ist man ziemlich glücklich und kann das Referat starten. Beginnt von Anfang an, ganz viele Ordner zu machen. Im Order Referat wären dann „Bilder“ und „Notizen“ und „To-Do“ oder ein Abarbeiten-Ordner, in welchem ihr euch notiert, welche Aufgaben anstehen, und die Powerpoint-Datei wäre dann die einzige Datei, die nicht in einem Ordner verschachtelt ist. So wäre beispielsweise eine gute Ordnung eurer Informationen. Aber bevor ihr zu viel am Computer arbeitet, beachtet die ungeschriebene Buchquellen-Quote! Eure Lehrer verlangen es meistens nicht ausdrücklich, aber es ist wirklich so: Ihr solltet mindestens eine Buchquelle für ein Referat von 15 Minuten verwenden und zwei Buchquellen für Referate von 30-45 Minuten. Referate, die eine Doppelstunde lang dauern sollen, sollten auch aus zwei oder mehr Buchquellen unter anderem bestehen. Es ist eine Art ungeschriebenes Gesetz: Lehrer finden es sympathisch, wenn Schülerinnen und Schüler brav aus Büchern lesen und sich Zeit für das Thema nehmen. Wer nur Internetquellen angibt, gilt oft als ein Wenig-Leser. Warum das so ist, keine Ahnung, ich erzähle dir hier nur von meiner Erfahrung, und meine Schulzeit liegt ja jetzt nichtmal ein halbes Jahr zurück. Wenn du dieses Video in 2016 oder 2017 anschauen solltest, gieb mir mal Rückmeldung, ob sich das geändert hat. Vielleicht fliegen dann deine Lehrer auf fliegenden Staubsaugern durch die Gegend und du weißt nicht einmal mehr, was ein Buch ist, weil jeder von euch Smartphone und Ipad und Smartwatches und was das alles ist, benutzt. Schreib mir doch mal in die Kommentare, wie sich der Referats- und Schulalltag so verändert!

Kurzzusammenfassung „Informationsbeschaffung“:

Wikipedia ist KEINE Quelle – nur für Bilder und Definitionen verwenden! Ordne deine Themen in so viele Ordner am Computer ein wie möglich, damit du alles gut wiederfindest, und bei nicht-digitaler Informationsbeschaffung, oder wenn du einfach ein Freund von Papier und Textmarker bist, sortier‘ deinen Kram chronologisch, nach Thema oder nach Quelle! Denkt an die „Buchquellen-Quote“! Fragen, Lob, Kritik oder Anregungen bitte in die Kommentare!

4. Die Visualisierung deines Referates


PLAYLIST: Visualisierung

Wie im Intro schon gezeigt wurde, solltest du vielleicht nicht einen ganzen Roman auf eine Powerpoint-Folie setzen. Hier ist es wichtig, dass du deine Lehrer und der Klasse oder den Kurs, also sein Publikum, zeigst, dass du dich ausreichend mit dem Thema beschäftigt hast und vor allem, dass du einen Durchblick hast und genau weißt, welche Information wichtig ist und was man sich merken sollte. Ich kenne da eine traurige Faustregel: pro Folie, die du zeigst, bleibt im Durchschnitt ein Begriff oder Ausdruck im Kopf des Schauer und Zuhörers hängen. Wenn ein Bild auf der Folie ist, bleibt ein Begriff und auch das Bild im Kopf hängen. Wenn ihr also einen ganzen Roman auf eine Folie setzt, bleibt nur ein Wort aus dem Roman hängen und es ist nicht in Ordnung. Die Zuhörer werden sich nicht ausreichend informiert fühlen.

Finde eine gute Menge an Nicht-Text

Deine Präsentation darf nicht nur aus Bildern bestehen. Wenn zum Beispiel ein Referat über Barack Obama hältst, kannst du nicht seine Biografie dadurch erläutern, dass du nur Kindheits-, Schul-, College- und sonstige Bilder chronologisch sortiert zeigst. Zumindest sein Geburtsdatum sollte als Zahlen in dem Referat vorkommen. Auch wenn du erwähnst, dass Barack Obama seine Frau Michelle geheiratet hat und dass er seine beiden Töchter hat, wäre es vielleicht angebracht, nicht nur Bilder zu zeigen, sondern zumindest die Namen auf der Präsentation zu notieren.

Nicht-Text besteht nicht nur aus Bildern.

In der Oberstufe ist es häufig angebracht, wenn man Videos in ein Referat einbindet. Beispielsweise wenn man ein Buch zusammenfasst, welches auch als Film gibt, oder wenn man über Kriege und politische oder wirtschaftliche Lage in fremden Ländern spricht, da bietet es sich häufig an, Beispiel Videos zu zeigen. Diese Videos lassen sich geschickt in die PowerPoint Präsentation einbetten, manchmal ist es aber auch in Ordnung, wenn du während des Referates auf einen im Hintergrund bereits geöffneten Link zu einer online Plattform, auf welcher du das Video gefunden hast, zurückgreift. Allerdings solltest du da vorher deinen Lehrer oder deine Lehrerin fragen, da viele, besonders ältere Lehrer, heute immer noch ein bisschen, nennen wir es mal Respekt, vor dem Internet haben und sowieso glauben, dass Ihr, die Jugend, nur Mist im Internet macht und dadurch für blöde. Beweise eurem Lehrer gerne das Gegenteil, doch frage vorher nach! Ansonsten gibt es hier noch die Möglichkeit, das Video herunter zu laden und auf dem USB Stick, gemeinsam mit dem Referat, mit in die Schule zu transportieren. Da es hier aber rechtlich gesehen unzählige Grauzonen und Verbote und Erlaubnisse gibt, möchte ich euch hierzu nicht sagen, da ich nicht weiß, was in ein paar Jahren noch erlaubt ist, bzw., inwiefern man sich strafbar macht. Aber aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass fast jeder Referatsgruppe in meiner Schule in der zwölften Klasse Videos von youtube herunter geladen und während der Präsentation gezeigt hatte. Ich glaube, dass die Sache mit dem Urheberrecht und dem Urheberschutz sowieso eher strafrechtlich verfolgt wird, wenn man sich Musik herunterlädt, oder Filme, die man sich eigentlich auch kostenpflichtig im Kino ansehen könnte. Wenn du einen Ausschnitt von etwa 2 Minuten aus einem Interview über die soziale Lage in Somalia zeigst, um deine Klasse zu informieren, wie es den Menschen dort geht, wird wahrscheinlich niemand an deine Tür klopfen und dich als Raubkopierer festnehmen. Schließlich informierst du und sorgst für möglichst nachhaltige Bildung durch Visualisierung und visualisieren der Unterstützung deines Referates. Ich lege aber nicht meine Hand dafür ins Feuer, dass ich hier mit meiner Moral richtig bin und 100%ig vom Recht unterstützt werde.

Ich habe mal ein furchtbar schlechtes Referat gesehen, in welchem bei jedem Klicken der Folie ein lautes Geräusch kam, das dem Zaubergeräusch von Bibi Blocksberg ähnelte, wenn sie ihren Besen Kartoffelbrei herbeirief (oder so ähnlich). Auf jeden Fall hatten wir dann 45 Minuten lang ein Referat vor uns, welches durch ein lautes Geräusch ständig unterbrochen wurde, und die Jungs aus der letzten Reihe lachten natürlich die ganze Zeit. Außerdem gibt es leider immer häufiger junge Menschen, die begeistert von der Technik sind und PowerPoint sehr gerne mögen, und damit herum spielen, mit welchen Effekten Schriften sich verändern, ins Bild springen, aus dem Bild heraus wandern, wie Videos und andere Sachen herbeigeführt werden können etc.. Das ist deutlich zu viel!

Versuche, ein bisschen geschickte Spielerei mit in dein Referat einzubauen, beispielsweise ein sich nach-und-nach abhakender Plan oder die Gliederung klein am Rand, welche sich langsam selbst ausblendet. Das zeigt dem Publikum, an welcher Stelle ihr euch gerade befindet und du gibst ihnen die Möglichkeit, immer zu sehen, was als nächstes kommt und wie lange es noch bis zur Pause ist. Natürlich kannst du beim Titelbild auch ein bisschen herum spielen und das Thema in das Bild hereinspringen lassen.

Um die an dieser Stelle ein paar Beispiele zu geben, wie das aussehen kann, schaue ich bei meinen Videos in Biologie, hauptsächlich in den Videos Aktionspotential, Ökosysteme, Citratzyklus findest du das Hereinnspringen des Textes im Titelbild am Anfang in meinem Intro, was zugegebenermaßen eine Spielerei ist, die euch auf oberprima.com nicht wirklich weiter bringt und auch nicht sonderlich unterhält, doch mir macht Spaß und es macht einen besseren Eindruck als würde ich es nicht tun.

Beispiele für „perfekte“ Powerpoint-Präsentationen bekommt ihr in den Grammatik-Videos von Tuttut in Englisch. Abgesehen davon, dass ist viel zu wenige Bilder gibt, handelt es sich dabei um eine sehr gute und übersichtliche Verteilung von Text und Visualisierung. Zum Thema Bilder noch eine kurze Anmerkung: bei Englisch-Grammatik kannst du selbstverständlich viel weniger Bilder einbauen als bei einem Referat über die Weltausstellung documenta in Kassel oder als beim Referat über Tiger oder Blumen.

Kurzzusammenfassung Visualisierung

Um das Ganze zusammenzufassen, schreibe ich ihr hier noch einmal auf: verwende nicht zu viel Text, maximal 5-7 Zeilen pro Folie. Schreibe keine ganzen Sätze, sondern Stichwörter. Verwende Bilder, aber niemals nur Bilder. Natürlich darf auch eine Folie nur aus einem Bild bestehen, beispielsweise, wenn es sich um eine Landkarte handelt. Aber im gesamten Referat sollte der Text mindestens 30-40 % ausmachen. Natürlich solltest du auch mehr reden als auf den Folien steht, das ist aber wohl klar gewesen. Übertreibe nicht mit Effekten, mache lieber dezente Spielereien und zeige, was du alles kannst und wie praktisch das sein kann, was du davon übergibst, technisch gesehen, und überzeugen mit einem schlichten und möglichst genialen, selbst gemachten Design. Die Standard-Designvorlagen kennt wahrscheinlich schon jeder aussehen. Aber das wichtigste zum Schluss: konzentriere dich auf das Wesentliche! Du möchtest Information rüber bringen und eine gute Präsentation abhalten. Wenn noch keinen Text in der Präsentation stehen hast, solltest du dich auch nicht um Spezial-Effekte oder das Design kümmern.

5. Wisse, worüber du sprichst!


PLAYLIST: Wisse, worüber du sprichst!

Im Folgenden gibt es ein paar Tipps rund um Nervosität und das, was nach deiner Referats-Vorbereitung wirklich während der Präsentation zum Publikum durchdringen sollte.

Fachsprache:

Vergiss nicht: Fachsprache und Fremdwörter sind für deinen Lehrer oder deine Lehrerin ein idealer Punkt, um ins Referat einzugreifen oder euch möglicherweise am Ende deiner Präsentation zu fragen, was sie bedeuten. Seid unbedingt drauf vorbereitet. Wenn du durch Fragen von Lehrern völlig aus dem Konzept kommen solltest, reicht es in der Regel aus, dass du vor dem Referat das gesamte Publikum darum bittest, Fragen zu notieren und am Ende zu stellen. Das betrifft natürlich auch deinen Lehrer. Sollte dein Lehrer glauben, ein Privileg zu haben, mitten in die Präsentation einzugreifen, darfst du in der Regel auch ihn darum bitten, sich an deine Vorgaben zu halten – aber Achtung: Wenn du so sehr mit Fachwörtern um dich schmeißt, dass der Lehrer glaubt, dass die Klasse das folgende Referat nicht verstehen kann, hat der Lehrer immer eine Art „Veto-Recht“. Vorbeugend könntest du dir Vokabelkarten-ähnliche Karteikarten mit ins Referat nehmen und auf’s Pult legen – das hilft euch, sicherer zu sein und natürlich darfst du da im Notfall auch drauf schauen. Das macht sich allerdings nicht so gut. Am Besten ist es, wenn du Begriffe von vorne herein erklärst und auch auf der Präsentation kurz notiert, was ein Begriff bedeutet.

Mittelmaß beim Augenkontakt

Hier gilt es, ein gutes Mittelmaß zu finden. Beim Präsentieren solltet du eigentlich NIE aus dem Fenster schauen, du musst eben glaubwürdig und informiert rüberkommen und auch beim Thema bleiben, wie ich es eben schon erklärt habe. Ab und zu auf den Zettel gucken ist natürlich in Ordnung, wobei dein Zettel eher Karteikartengröße haben sollte als DINA4. Mein Tipp hierzu: wem es zu schade ist, Karteikarten für Referate zu verbrauchen, kann auch einfach Zettel zerschneiden oder besser noch: knicken und beim Referat drehen bzw. unauffällig auffalten. Dann kannst du deine Notizen später wie einen normalen DINA4-Zettel in deine Mappe heften. Du solltest immer mal einen Blick durch die Klasse schweifen lassen. Wenn jemand nicht zuhört oder mit dem Nachbarn tuschelt, ist das kein Grund, besorgt zu sein, denn ganz ehrlich: Das macht wahrscheinlich jeder von uns ab und zu mal. Und deine Mitschüler werden sich eher zutuscheln „Hast du Englisch schon gemacht? Mir fällt zu dem Thema nichts ein“ oder „Hast du heute Abend schon was vor?“ als irgendetwas über dein Referat. Schau nicht über die Mitschüler hinweg und schau nicht zu viel auf den Boden, versuch, ein gesundes Mittelmaß zu finden und nicht eine Person – schonmal gar nicht deinen Lehrer, denn der kennt das Thema wahrscheinlich sowieso schon gut genug – zu fixieren. Wenn jemand nicht aufpasst oder vor sich hinbrabbelt und dein Lehrer nichts sagt, ist es nicht deine Aufgabe, die Aufgabe des Lehrers zu übernehmen. Geh beim Reden gemütlich ein oder zwei Schritte auf die Person zu, langsam und völlig beiläufig, ignorier diese Person aber. Dann gehst du vielleicht ganz zufällig einen Schritt nach hinten oder rechts oder links und die Person, die dich nervt, wird automatisch ruhig, ohne dass du ihn oder sie ermahnt hast. Und vorallem: Wenn euch das passiert und du diese Methode anwendet, schreibt es in die Kommentare, denn ich habe diese Methode in einem Rhetorik-Seminar gelernt und konnte sie bisher nicht anwenden.

Niemand wird laut „LANGWEILIG!“ brüllen und niemand wird sofort einschlafen oder fragen: „Ja? Was? Wie geht’s weiter? Fang den nächsten Satz an, na los!“, wenn du eine kleine Pause zwischen zwei Sätzen machst. Versuche einfach, Pausen nicht als Zeit zum Stammeln und Durchwühlen deiner Notizen darzustellen, sondern mach Pausen eher als Kunstpause oder – die meiner Meinung nach beste Methode – nimm einen Schluck Wasser aus deiner Wasserflasche, die du vorher geöffnet auf den Tisch gestellt hast. Da empfiehlt es sich auch übrigens, dass die Wasserflasche nur halbvoll ist, sonst wird sie sicherlich umkippen und was auch immer für Katastrophen geschehen damit. Das gibt dir dann Bedenkzeit und ganz ehrlich: dem Publikum fällt das doch eh nicht auf, wenn man ein paar Pausen macht, oder?

Kurzzusammenfassung „Wisse, worüber du sprichst!“

Du solltest erstens auf Nachfragen zu Fachbegriffen vorbereitet sein und die Materie natürlich selbst verstehen. Zweitens ist es wichtig, einen dezenten Augenkontakt zu halten, selbst konzentriert zu bleiben und sich bloß nicht aus der Fassung bringen lassen. Dein Publikum besteht aus Menschen und die machen selbst Fehler, auch der Lehrer. Habe Mut, dich während DEINES Referates als den Leiter oder die Leiterin dieses Zeitrahmens durchzusetzen! Drittens: Akzeptiere Pausen. Dein Gehirn braucht auch Zeit, um zwischen Notizen, Sprechen und Verstehen, wovon du gerade sprichst, umzuschalten und je lässiger du mit kurzen Sprechpausen umgehst, je lässiger wird das dann auch dein Lehrer sehen. Ein kurzer Einschnitt noch in meine Schullaufbahn: Ich habe es mal geschafft, während eines Referates meine Notizen fallen zu lassen und bin etwa eine halbe Minute stammelnd auf dem Boden rumgerutscht, habe sie zusammengesucht und mein Lehrer hat versucht, mich zu beruhigen. Als ich dann wieder vor der Tafel stand und weiterreden wollte, hat mein Lehrer mir gesagt, ich solle erstmal durchatmen und cool bleiben. Das soll euch sagen: Der Lehrer müsste in der Regel auf deiner Seite stehen und schlimmer als ich es damals machte, könnt du es gar nicht verbocken!

6. Zeitplanung!


PLAYLIST: Zeitplanung

Kennst du das? Du weißt, was dein Thema ist, aber nicht, was dein Lehrer erwartet? Du hast keine Ahnung, wie du in kurzer Zeit ein Referat schaffen sollst? Das kennen leider ziemlich viele Schülerinnen und Schüler heute. Man lernt in der Schule eher, aus welchem Grund sich zwei durch Vektoren aufgespannte Ebenen in welchem Winkel schneiden, als wie man eigentlich ein Referat gescheit angeht. Dafür gibt’s ja zum Glück Oberprima – und mich hihi.

Also bombardiere ich dich jetzt mit einigen Regeln. Und ich sage dir vorher: Wenn du dich an diese Regeln nicht hälst, wird es auch nicht ohne Stress klappen. Denn das Thema lautet insgeheim: Referatsplanung ohne Stress!

Als erstes schreibst du dir auf, welches Datum HEUTE ist. Nicht das Datum, an welchem du das Referat aufgetragen bekommen oder ausgesucht hast, sondern heute. Was immer du vorher schon geschafft hast, kannst du dir natürlich notieren und dann aus dem, was ich dir jetzt folgend sagen werde, streichen und das von mir vorgestellte Konzept umändern. Dann schreibst du das Datum auf, an welchem das Referat gehalten werden muss – oder wenn die Facharbeit abgegeben werden muss. Dann zählst du die Tage, die dazwischen liegen. Die Tage „Heute“ und „Abgabetermin“ zählst du nicht mit, denn „heute“ ist wahrscheinlich fast schon wieder rum und am Abgabetermin bist du zwischen halb sieben und viertel vor acht spätestens aus dem Haus. Diese Tage dividierst du durch sechs. Warum? Ganz einfach: Wenn heute Freitag ist und dein Referat nächsten Freitag ist, kannst du einen Sechs-Schritte-Plan in sechs Tagen abhaken. Wenn du sechs Wochen vor dir hast, kannst du pro Schritt eine Woche Zeit einplanen. Wenn du allerdings noch nicht angefangen hast und dein Referat übermorgen oder so ist, dann kümmer dich sofort, aber wirklich als allererste Station, darum, deinen Lehrer zu informieren und Zeit zu bekommen. Ein Referat in unter einer Woche zu machen, ohne seine Gesundheit und/oder andere Sachen zu vernachlässigen, ist fast unmöglich – und es ist wirklich ungesund.

Also fangen wir an. Nach der Werbung geht’s dann los mit dem sechs-Schritte-Plan.

Abschnitt 1: Die Vorbereitung

In der ersten Phase geht es um die Vorbereitung. Plane hierzu zwei Sechstel der Zeit ein, also zwei von sechs Tagen oder zwei von sechs Wochen oder vier von zwölf Tagen, was auch immer. Zwei Sechstel sind übrigens ein Drittel. Wenn Du eine Facharbeit schreibst, plane in dieser Zeit unbedingt die Literaturbeschaffung mit ein! Eine Fahrt zu einer Bibliothek oder die Lieferung eventuellem gekauften Material muss unbedingt mit einberechnet werden. Plane hier auch das Lesen der Literatur ein. Im Internet überfliegt man Texte mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von zehn bis zwanzig DinA-4 Seiten pro Stunde und kann sich schnell Sachverhalte klarmachen und das Wichtigste rausschreiben. Aber wenn es um Fachliteratur geht, rechne mit vier bis acht Seiten pro Stunde, da Fachliteratur ziemlich kompliziert geschrieben sein kann. In diese Vorbereitungs-Phase von einem Drittel der Zeit gehört also: Informationsbeschaffung, Recherche, Lesen der Information, Rausschreiben des Wichtigsten, eventuelle Liefer- und Leihgabefristen und zeiten beachten!

Abschnitt 2: Das Referat

In diesem Abschnitt geht es darum, das Wichtige, was du aus den Informationen herausgeschrieben hast, zu filtern und auszusortieren und es richtig und selbst formuliert auf deine Präsentation, also Powerpoint und/oder Notizen zu bringen. Mache die Karteikarten, falls nötig, immer gleichzeitig mit den Folien oder dem Plakat zusammen. Jetzt hast du dein Referat fertig. So quasi. Jetzt geht es noch darum, das Ganze in eine ordentliche Gliederung zu bringen, die Reihenfolge richtig zu machen und sich Gedanken um Formulierungen zu machen. Für diesen Arbeitsgang berechne wieder ein Drittel deiner Zeit ein. In diese Zeit gehört auch die Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik, falls es sich um eine Facharbeit handelt. Ich glaube, ich mache mal ein extra Video zur Facharbeit.. im Folgenden geht’s wieder nur um Referate… ok? Ok!

Was ganz wichtig ist, hier einzuberechnen: Wenn ihr nicht gerade eine powerpoint allein in der Oberstufe macht, sondern in der Mittelstufe in der Gruppe ein Kurzreferat mit einem Plakat machen solltet, dann plant unbedingt irgendwo die sogenannte Pufferzeit an dieser Stelle ein. Pufferzeit ist ohnehin eine ziemlich gute Erfindung: Plant euch ein, dass euch ein Klebestift fehlt oder dass der Drucker spinnt und ihr im Dorf drucken lassen gehen müsst. Das ist im Bereich der Pufferzeit hier im zweiten der drei Drittel der Referats-Vorbereitungs-Zeit. Sollte noch Zeit übrig bleiben und das Referat ertig sein, kannst Du jetzt mit Design und Schnickschnack anfangen – also dem, was kann, aber nicht muss. Aber dafür gibt’s gleich auch noch eine Planungs-Anweisung sozusagen.

Abschnitt 3: Der Feinschliff

Der Feinschliff deines Referates sollte im fünften Sechstel der Zeit geschehen. Also innerhalb von 6 Tagen ist nur ein einziger Tag hierzu Zeit. Kümmere dich um Design, die letzten Flüchtigkeitsfehler, kontrolliere, ob du den Kausalsatz „weil“ als Nebensatz verwendet hast und nicht „Weil das ist ein Nebensatz“, sondern die richtige Version: „weil das ein Nebensatz ist“, formatiere die Bilder deiner Präsentation ordentlich und positioniere sie da, wo du willst. Achtung: Am Anfang dieser Arbeitsphase das Referat mitsamt seinen Inhalten SICHERN!!! Achtung 2: Am Ende dieser Arbeitsphase das neue Referat unter einem anderen Namen SICHERN!!! In die Präsentation unbedingt beide Versionen mitbringen, falls die alten Schulcomputer nichts gebacken kriegen. Das Besondere an dieser Arbeitsphase ist, dass sie nur ein Sechstel und nicht wie erwartet ein Drittel andauert. Eines ist nämlich besonders wichtig, der letzte Abschnitt, das letzte Sechstel:

Katastrophen, Pannen, Pufferzeit und frische Luft

Das letzte Sechstel. Wenn du dich ganz streng an die Vorgaben gehalten hast und gut durchgekommen bist, alles funktioniert und es dir gut ist, geh an die frische Luft, lies‘ dir deine Notizen vielleicht noch einmal durch, genieß die Sonne und geh Schwimmen oder Shoppen oder so. Aber mach am besten nichts, wobei die Gefahr groß ist, dass du dir ein Bein brichst oder so, sonst war das alles für die Katz‘ und dein Referat wrd verschoben. Wenn du noch vorhast, das Design etwas zu verbessern oder wirklich nochmal zu proben oder – was ich als schlechte Idee empfinde – den Computer, also die Festplatte, etwas aufzuräumen und Sachen zu verschieben und ordentlicher als vorher zu ordnen, weil du dir das Video über Informationsbeschaffung hier auf oberprima nicht angesehen hast -, dann ist dieses letzte Sechstel die Pufferzeit, in welcher dein Computer abstürzen kann, in welcher deine Oma deinen Laptop aus dem Fenst wirft, Windows hängt oder abstüzt oder was auch immer macht, in welcher du auf Oberprima vielleicht doch lieber noch kurz nachschaust, wie man sich während eines Referates möglichst professionell und selbstsicher in Szene setzt, was auch immer passieren kann: Dazu ist dieser Tag ein. Alles, was in den letzten Tagen nicht reibungslos verlief, findet hier seinen Notfall-Plan-Zeitraum.

So und das war es zur Planung des Referates. Denkt an meine Regel: ein Drittel, ein Drittel, ein Sechstel und eine Katastrophe, wie das mit der Oma.. Im Notfall lasst es euch bescheinigen, wenn die Oma den Laptop aus dem Fenster schmeißt, denn dann ist das Referat bestimmt auch im Eimer. Es sei denn, ihr achtet auf die Computer-Arbeits-Regel-Nummer-Eins: Immer mehrere Sicherungen unter verschiedenen Namen auf verschiedenen Datenträgern brennen!

7. Jetzt wird es ernst: Der Vortrag des Referats


PLAYLIST: Der Vortrag des Referats

Aloha und herzlich willkommen zu diesem Video rund um die Präsentation deines Referates an sich. Es geht im Folgenden also darum, wie das Referat vor der Klasse oder dem Kurs auszusehen hat, worauf euer Lehrer oder eure Lehrerin während des echten Sprechens und Präsentierens des Referenten oder der Referentin achtet und wie der Vortrag aufgebaut sein soll. Und schon beginne ich mal mit den äußerlichen, nicht inhaltlichen Aspekten von deinem Vortrag!

Vorbereitung der Präsentation

Ein Punkt zur Vorbereitung. Wenn Du ein Referat über ein Liebesgedicht hälst und dazu eine rote Rose auf den Tisch stellen willst, was eine angenehme und unauffällig positiv wirkende Atmosphäre macht, dann solltest du nicht am Beginn der Stunde, wenn eigentlich deine Präsentation dran ist, noch panisch nach einer Vase für die Rose suchen. Der Vortragsraum muss zum Beginn der Präsentation vorbereitet sein, und das sorgfältig genug. In der Regel haben Schülerinnen und Schüler vor einem Referat keine Pause, da sie die Pause damit verbringen, den Raum abzudunkeln oder den Laptop mit dem Beamer verraut zu machen – oder wie es an meiner Schule war, musste man die gesamten zwanzig Minuten der Pause dafür verschwenden, den Hausmeister oder einen anderen Lehrer glaubwürdig zu überzeugen, dass einem der Raum aufgeschlossen werden soll. Trotzdem versuche dein Bestes. Wenn du später einem Lehrer die Schuld geben kannst, weil der Lehrer dich nicht zu Beginn der Pause in den Raum gelassen hat, kann dein Lehrer dir natürlich keine Abzüge wegen eines unvorbereiteten Raumes geben.

Außerdem gehört zur Vorbereitung der Präsentation, dass du dafür sorgst, dass die Geräte funktionieren. Auch hier musst du unterscheiden zwischen dem Job der Schule und deinem Job. Du bist nicht dafür zuständig, einen Beamer in den Raum zu bekommen, du bist nur dafür zuständig, einen für diese Stunde zu bestellen, falls kein Beamer im Raum ist. Und du bist auch dafür verantwortlich, einen Fernseher oder was auch immer du brauchst, zu organisieren, also anzufordern und es dann zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort abzuholen. Das gilt natürlich nicht nur für Technik, sondern auch für Kopien. Ein Handout muss von der Schule kopiert werden – schließlich zahlst du ja Kopiergebühren. Wenn etwas vereinbartes nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, dann musst du unbedingt den Verantwortlichen dafür haben. Dann ist es nicht deine Schuld und du kannst nichts dagegen tun. Wir gehen aber jetzt hier mal davon aus, dass alles klappt. So Sachen wie Accessoires zum vorspielen einer Szene oder deinen USB-Stick musst du selbstverständlich selbst mitbrignen. Sorge VOR dem Referat dafür, dass der Schulcomputer oder der von dir mitgebrachte Laptop, den du an den Beamer anschließt, mit deinem USB-Stick harmoniert. Der Computer muss den USB-Stick erkennen und eine Präsentation sollte über den USB-Stick funktionieren. Für den Notfall nimm zwei USB-Sticks mit oder brenne die Präsentation auf eine CD extra, man weiß ja nie. Lehrer achten nämlich auf zwei Sachen ganz besonders: Auf den Beginn des Referates und auf die Dauer. Der Startzeitpunkt sollte erfüllbar sein – technische Probleme hin oder her – und der vorgegebene Zeitrahmen sollte auf plus minus fünf Minuten in etwa erfüllt werden. Soviel zur Vorbereitung und die wichtigsten Eckpunkte, was vor einer Präsentation geschehen muss. Nach der Werbung gehts weiter mit dem Sprechen und dem Vortrag an sich.

Der Vortrag: Richtig sprechen

Während deines Vortrages ist es sehr wichtig, dass Du am Anfang das Thema und die Gliederung des folgenden Referates vorstellst. Das kann dann so aussehen, dass du das Thema und die Gliederung nur nennst, oder natürlich ist es auch immer sehr schön, gleich zu Beginn den Titel des Vortrages mit einem verknüpfbaren Bild oder einer Schlagzeile, einer Grafik oder Ähnlichem zu verbinden und die Gliederung schriftlich an der Tafel vorbereitet oder auf der Folie / Powerpoint-Folie parat zu haben. Hier wird noch empfohlen, die Klasse zu begrüßen, ein einfaches "Guten Vormittag / Mittag / Nachmittag, ich halte jetzt ein Referat über...". Und das Thema solltest du gleich am anfang schon so formulieren, dass es den groben Verlauf des Referates zusammenfasst. Aus "Ich halte ein Referat über die Wahlbeteiligung" wird dann ein etwas aussagekräftigerer Satz wie "Ich halte ein Referat über die Entwicklung der Wahlbeteiligung in Deutschland von 2005 bis 2013 und werde mich an einem Erklärungsansatz versuchen". - Oder so ähnlich. Hast du verstanden, was ich damit sagen wollte? Wenn nein, ab in die Kommentare damit! Man spricht dabei auch vom "Handling". Idealerweise sagst du mit der Einführung in das Thema gleich, worum es genau geht und in der Gliederung dann sozusagen, wie es dazu kommt, also in welchen Schritten du in deinem Erklären, Zeigen, Präsentieren und Analysieren zum Ziel oder Hauptaussagepunkt des Referats gelangen wirst.

Wichtig ist dann während deines Vortrags dann auch, dass du laut genug, aber nicht zu laut sprichst. Langsam genug, aber nicht zu langsam und natürlich auch nicht zu schnell. Du solltest klar und verständlich klingen, siehe hierzu zur Hilfe noch das Video "Wisse, worüber du sprichst" aus dieser Referate-Ecke. Versuche wirklich, deutlich zu sprechen und nicht zu nuscheln. Hier ein Tipp zum Üben:

Halte dir deine Hände parallel zum Gesicht vor die Ohren, also so, dass der kleine Finger von unten nach oben zwischen Ohr und Auge am Kopf anliegt und die anderen Finger wie Elefantenohren abstehen. Dann sprich mal vor dich hin. So hörst du dich, ohne dein Innenohr zu hören. Wenn du dich mit diesen Elefantenohren, wie ich sie nenne, deutlich hörst, hören dich auch andere deutlich. Und wenn du zu viel nuschelst und alle Worte wie Brei klingen, mache den Mund weiter auf beim Reden, auch wenn es anfangs bescheuert auszusehen scheint. Das hilft.

Während des Vortrages: Rhetorik und Formalitäten

Während des Vortrages wird dein Lehrer oder deine Lehrerin hier und da immer mal Notizen machen, wie du da eigentlich stehst und auf welche Art und Weise du da intelligentes Zeugs von dir gibst. Wenn du einen Buckel machst, auf den Boden guckst und deine Quellenangaben nur ein paar Sekunden ohne Kommentar zeigst, wirst du schlechtere Bewertungen bekommen, als wenn du eine gerade, offene Haltung hast, nie mit dem Rücken zum Publikum sprichst, vielleicht sogar ein bisschen lächelst und die Quellenangaben auch ordentlich erläuterst (für mehr siehe entsprechendes Video darüber). Also gebe ich dir hier ein paar Tipps, die du wie eine Checkliste behandeln kannst und die dir bei jedem Referat helfen sollten:

Formalitäten:

  Sieh dir das Video über Zitate an. Hast du richtig zitiert? Sind Zitate ordentlich hervorgehoben und mit den entsprechenden Quellen versehen?

  Ist dein Text im sogenannten Schülerdeutsch verfasst? Also verständlich und einfach gehalten, gleichzeitig musst du aber auch angemessene Fachsprache verwenden und das gemeinsam im Unterricht gelernte als Vorwissen deines Kurses betrachten!

  Bist du dir deiner Sache sicher? Bist du auf alle Fragen vorbereitet und 100%ig in deinem Thema drin? Ja? Dann steht dir auch nichts im Wege, die Rhetorik ordentlich zu gestalten:

Rhetorik:

  Hast du eine angemessene Körperhaltung? Ein gerader, aber natürlich gesund aussehender Rücken sorgt für eine offene, strahlende Ausstrahlung. Hänge nicht da wie ein Schluck Wasser in der Kurve und mache keinen "Null-Bock-Rücken", wie das mein Lehrer mal zu einem Schüler gesagt hatte, der die Schulter hat hängen lassen und einen ganz üblen Rundrücken vom Computerspielen hat.

  Sprich NIEMALS mit dem Rücken zum Publikum! Wenn du etwas an die Tafel schreibst und dich dazu umdrehen musst, dann sage einfach vorher: "ich notiere das mal kurz an der Tafel, ein Moment", sofern es nicht allzu lange dauert. Wenn du dabei sprechen willst, weil du ein Diagramm oder sowas anzeichnest, gewöhne dir an, seitlich zu schreiben und zu malen, und dabei dann wenigstens seitlich mit dem Publikum zu reden. Nicht mit dem Rücken, aber so seitlich eben. Ein kurzes Geheimnis am Rande: Das machen einige bei oberprima auch, seitlich mit dem Mikro reden, meine ich.

  Suche Augenkontakt mit dem Publikum, verstecke dich nicht hinter deinen Notizen etc., das alles habe ich schon im Video "Wisse, worüber du sprichst" erklärt. Dazu ist es natürlich wichtig, den Text fließend und nicht zu monoton vorzutragen und die Gestiken beim Reden nicht zu wild und nicht total tot mit herunterhängenden Händen zu machen. In der Regel soll der Vortrag frei sein und daher sollten deine Hände zum Gestikulieren u nd nicht zum Festhalten der Karteikarten verwendet werden.

So, das war das Wichtigste zu den Punkten Formalitäten, Rhetorik und der Ablauf des Vortrages deines Referates. Das Ganze nochmal kurz zusammengefasst:

  Bereite den Vortragsraum VORHER vor, kümmer dich auch vorher um entsprechende Medien

  sprich frei, verständlich, klar, in "Schülerdeutsch"

  Sprich am Anfang das Thema, das sogenannte Handling und die Gliederung an

  Achte auch auf Gestik und Körperhaltung

  Hebe Zitate und fremde Quellen deutlich heraus – durch formales Kenntlichmachen und wörtliches Hervorheben

Soviel hierzu, wenn es noch Fragen, Lob, Kritik oder Anregungen gibt, schreibe das bitte ind ei Kommentare, dann werde ich mich auch weiterhin noch um deine Angelegenheiten oder vielleicht sogar Themenwünsche kümmern. Kia Kahawa gibt es auch auf facebook, falls das mit den Kommentaren momentan nichts wird, kannst Du mich natürlich auch dort erreichen.

8. Richtig zitieren – Quellenangaben richtig angeben


PLAYLIST: Zitieren und Quellenangaben

Aloha und herzlich willkommen zu diesem Video über Zitate, Quellenangaben und die Fettnäpfchen, in welche man dabei treten kann. Das Intro zeigte schon deutlich, worum es nun als Erstes in diesem Video geht:

Plagiate

Im Großen und Ganzen ist ein Plagiat Diebstahl von fremden geistigen Eigentum, welches man anschließend als sein Eigenes ausgibt. Man kann beispielsweise eine Doktorarbeit oder etwas anderes einer Person klauen, also kopieren, und seinen eigenen Namen als Urheber drunterschreiben. So haben schon einige bekannte Persönlichkeiten ihren Doktortitel in die Tonne gekloppt, was aber auch nicht so schlimm ist: Denn wer eine Doktorarbeit stiehlt und als seine ausgibt, hat sich den dazugehörigen Titel dann natürlich auch nicht verdient. So wird das auch in der Schule sein: wenn Du Texte aus wikipedia zum Beispiel – oder aus anderen Internetquellen kopierst, muss man diese Texte nur in einer suchmaschine, wie beispielsweise Google, eingeben und durch solche eine Volltextsuche hat man dann sofort die originale Quelle gefunden. Dein Referat sollte ein Unikat und kein Plagiat sein, du musst es selbst verfasst haben und darfst nichts kopieren. Plagiate sind absolut verboten, ob es sich nun um einen ganzen Text handelt oder ob du Textpassagen aus verschiedenen Quellen zusammenknüpfen solltest – alles ist illegal. Wenn du dich schon sehr nahe an einer Quelle orientierst und deinen Text sehr ähnlich verfasst, musst du unbedingt zwei Sachen beachten: erstens: Formuliere selbst! Verwende Synonyme, einen anderen Satzbau und eine Schülergerechtere, einfachere Sprache zum Klären des jeweiligen Sachverhalts. Zweitens: Gib die Quelle an! Je häufiger du eine Quelle angibst, also von vornerein schon sagst, dass du die Information von Herr X auf der Seite www. Y.de zum Thema Z hast, je weniger läufst du auf die Gefahr hinaus, dass dein Lehrer dich beschuldigen könnte, dass du die Arbeit nicht selbst formuliert hast. Aber wie gibt man Quellen richtig an?

Quellenangaben

Die schlechte Nachricht zuerst: Quellenangaben sind nicht gleich Quellenangaben und sie sind nicht alle gleich anzustellen. Je nach Art der Quelle solltest Du die Quellenangaben anders machen. In einem Kurzreferat genügt es meistens, am Ende der Präsentation kurz die Quellen auf eine Folie oder an die Tafel zu schreiben und diese genau zu erklären. Ist die Quelle eine Internetquelle, so solltest Du vielleicht nicht einfach sagen "www. oberprima.com" war eine Quelle von mir, sondern sollte die Quelle eher so aussehen: "www. oberprima.com/biologie/" und dann auf der Übersichtsseite das Unterthema "Artbildung" und noch genauer "allopatrische Artbildung" zum Beispiel. Dann kannst Du am Besten noch angeben, an welchem Datum du Information von einer der oberprima-Seiten entnommen hast, weil die Filmer und Filmerinnen hinter den Kulissen jeden Tag irgendwo irgendwie irgendwas ändern. Wenn deine Quelle das Biologie-Buch ist, dann gib nicht nur das Buch an, sondern natürlich auch den Autor und den Verlag (Da es viele Bücher gibt, die "biologie Oberstufe" heißen) sowie die Seite. Wenn du kein Zitat machst, ist eine Zeilenangabe nicht nötig.

Wenn es sich allerdings um ein größeres Referat oder sogar die Seminarfacharbeit handelt, dann solltest du zwischen verschiedenen Quellen unterscheiden. Wenn es sich um eine Zeitschrift oder ein Buch handelt, sollte die Quelle in folgender Reihenfolge angegeben werden: Vorname oder Initialie, Nachname des Autors, Erscheinungsjahr der Quelle, Komma, Name der Quelle, Seite. Beispielsweise also: "H. Kureishi 1994, The Black Album S. 34". Handelt es sich um mehrere Seiten, also zwei bis vier, dann wird "S,34f" für Seite 34 und 35 angegeben, das heißt "seite 34 und folgende". Für drei Seiten gibt man dann "S.34ff" an für Seite 34 und die folgende Seite 35 und die folgende Seite auf die folgende Seite, also Seite 36. Ich empfehle, ab der Stelle "S.34fff", also wenn man drei "f"s verwendet, die Seiten mit einem Bindestrich anzugeben. "Seite 34-44" ist natürlich schöner als "Seite34fffffffff".

Wichtig bei der Quellenangabe ist auch, dass Du Fußnoten mit einbringst. Diese sollen nicht nur an Zitaten haften, sondern am Besten bei den gewagtesten Aussagen deines Referates. Wenn du im Referat sagst, dass 60.000 Menschen pro Tag weltweit erschossen werden (oder so ähnlich), dann musst du dafür einfach eine Quellenangabe angeben. Woher solltest Du, also du Schüler, das denn wissen? Man geht davon aus, dass ein Schüler an einer deutschen Schule nicht daran arbeitet, weltweite Schussverletzungsopfer statistisch zu erfassen. Merke also: Immer dann, wenn Zahlen mit ins Spiel kommen, muss dazu eine Quellenangabe geschehen!

Wenn deine Quelle ein Lexikon oder Wörterbuch ist, dann ist es wichtig, dass du den Herausgeber angibst. Die Quellenangabe bei einer solchen Quelle muss wie folgt angegeben werden: "Herausgeber (Hrsg.), Erscheinungsjahr, Titel der Quelle und eventuell der Band, Erscheinungsort und Verlag". Beispielsweise kann das sein: "Brockhaus-Lexikonredaktion (Hrsg.) 2013: Brockhaus Universallexikon, Band 2. Leipzig: F.A. Brockhaus.

Wenn es sich um Gesetzbücher handelt oder um Wörterbücher, dann ist die Auflage eventuell wichtig (Wörterbücher --> Auflage wegen eventueller Rechtschreibreformen) oder das Kapitel und der Artikel, wie Paragraph und Absatz in Gesetzbüchern.

Wenn deine Quelle ein Internetdokument ist, muss die Quellenangabe wie folgend sein: "Kurz-URL, Name des Autors, Erscheinungsdatum oder -Jahr, Thema des Artikels, lange Internetadresse, Entnahmedatum", also beispielsweise: "www. oberprima.com, Kia Kahawa 8.9.2013, Die Meinungen der Parteien zum Thema Mindestlohn, www. oberprima.com/bundestagswahl-2013/mindestlohn.html (Entnahme: 22.9.2013)".

Bei Zeitungen genügt übrigens bei allgemeinen Quellenangaben, die nicht von Dir zitiert werden, den Name der Zeitung, den Namen des Autors, das Datum der Zeitung, den Titel des Artikels und die Seite anzugeben. Beispiel: "Hannoversche Allgemeine Zeitung 23.9.2013, M. Planck "Fakten zur gestrigen Bundestagswahl" S. 5".

Aber jetzt habe ich mich lange genug auf Quellenangaben außerhalb von Zitaten bezogen, gleich gehts weiter mit Zitaten!

Richtig zitieren

Grob gesagt gibt es zwei Sorten von Zitaten und zwei Regeln, die man sich zum Anfang hin merken muss. Die beiden Sorten sind das direkte und das indirekte Zitat: Das direkte Zitat wird mit Anführungszeichen direkt und wörtlich übernommen und das indirekte Zitat hat nichts mit Anführungszeichen zu tun! Und hier die beiden Faustregeln zum Merken: Erstens: Alles, was in Anführungsstrichen steht, muss wörtlich übernommen sein und kein kleines Detail, nichtmal Rechtschreibfehler dürfen verändert werden. Zweitens: Indirekte Zitate werden im Konjunktiv angegeben.

Hier ein Beispiel für ein direktes Zitat:

Die Quelle ist aus einem vorherigen Video, da wurde von mir gesagt: " Je nach Art der Quelle solltest Du die Quellenangaben anders machen". Dann kannst Du nur so zitieren:

Bei der Angabe von Quellen ist zu beachten, dass " Je nach Art der Quelle solltest Du die Quellenangaben anders machen" (Kia Kahawa, oberprima.com). Grammatikalisch ist das eine Katastrophe. Um dem entgegenzuwirken, kannst Du die eckigen Klammern benutzen, um die Rammatik, beziehungsweise das "Du-Ansprechen" aus dem originalen Text zu umgehen und sinngemäß wiederzugeben:

Bei der Angabe von Quellen ist zu beachten, dass man "je nach Art der Quelle [unterschiedliche Quellenangaben machen sollte]" (Kia Kahawa, oberprima.com). Ich habe nie gesagt "je nach Art der Quelle unterschiedliche Quellenangaben machen sollte", da das in mein Video in dieser grmmatikalischen Konstellation gar nicht reinpasst. Aber sinngemäß habe ich das gesagt, also ist das Zitat mit den eckigen Klammern absolut richtig angebracht. Willst du aber nicht in einem Satz drei mal das Wort "Quelle" benutzen, kannst du auch noch die drei Punkte als Überspringen von unwichtigen Passagen im Originaltext verwenden. Eckige Klammer auf, drei Punkte, eckige Klammer zu.

Aus unserem Zitat wird also Folgendes:

Bei der Angabe von Quellen ist zu beachten, dass man "je nach Art [...] [unterschiedliche Quellenangaben machen sollte]" (Kia Kahawa www. oberprima.com).

Was mir dazu noch einfällt, ganz wichtig: Die direkte Quellenangabe hinter einem direkten Zitat geschieht vor dem Punkt, welcher deinen Satz beendet!

Kommen wir zum indirekten Zitat. Hier wird es etwas einfacher, denn du brauchst weder die eckigen Klammern zum Umformulieren bei grammatikalischen oder Thematischen Zusammenführungssschwierigkeiten, noch gibt es die Pflicht, direkt die Quellenangabe zu machen. Die kann über Fußnoten oder auch später am Ende des Referats kommen. Das indirekte Zitat wird ganz einfach im Konjunktiv gebildet. Wenn du dich jetzt fragst, in welchem Konjunktiv, ist die Antwort ganz einfach: Am besten ist es, wenn du den ersten Konjunktiv verwendest. Wenn sich der erste Konjunktiv aber nicht als Konjunktiv abhebt und nicht deutlich erkennbar ist, verwende den zweiten Konjunktiv. Geht das auch nicht, nimm die Konstellation mit "würde".

Ein Beispiel:

Peter sagt, er gehe nach Hause. Das ist ein indirektes Zitat und den Konjunktiv I erkennt man hier.

Die Sozialdemokraten sagen, sie schaffen die Wahl. Hier erkennt man nicht den Konjunktiv I, da er sich nicht vom Präsens unterscheiden würde.

Also nimmt man nun den Konjunktiv II:

Die Sozialdemokraten sagen, sie schafften die Wahl. Auch hier gibt es keinen Unterscheid zwischen dem Konjunktig II und dem Präteritum. Würde man nun sagen "Die Sozialdemokraten sagen, sie nähmen den nächsten Zug", dann wäre hier die Verwendung des Konjunktives und gleichzeitig des indirekten Zitates deutlich markiert. Bei dem Beispiel mit dem Verb "Schaffen " kann man nur sagen: Die Sozialdemokraten sagen, sie würden die Wahl schaffen.

So wird ordentlich und richtig indirekt zitiert.


Die besten Videos in Referate richtig halten:


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